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IHRE SPENDE

Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG): Die fünf Prinzipien für die Partizipation von Kindern

Über Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) erhält die Partizipation von Kindern und Jugendlichen einen hohen Stellenwert. Dementsprechend ist auch die Entscheidung in der haug&partner unternehmensgruppe für das Jahresthema 2022 „Partizipation mit Wirkung“ gefallen. Gemäß den rechtlichen Vorgaben haben die jungen Menschen ein Recht auf Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung und Mitgestaltung an den Entscheidungen, die ihr eigenes Leben betreffen. Diese Beteiligung wird als das Recht auf Partizipation verstanden, also als das Recht auf Teilnahme an Entscheidungen. Ein wichtiges Erziehungsziel ist hierbei, dass die jungen Menschen lernen, ihre eigenen Ideen, Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu äußern. Die jungen Menschen erfahren durch Partizipation, dass sie und ihre Interessen gehört werden, dass ihre Meinung zählt. Dadurch gewinnen sie Eigenständigkeit und Selbstvertrauen. Es bedeutet aber auch, dass die jungen Menschen lernen, dass ihre Wünsche nicht immer umzusetzen sind und die Bedürfnisse und Wünsche Anderer von ihnen zu berücksichtigen sind. Es gilt die jungen Menschen zu befähigen einen Entscheidungsprozess einzugehen, dem Anderen zuzuhören und Kompromisse zu finden und einzugehen.

Eine gelingende Partizipation von Kindern und Jugendlichen in den Betreuungsangeboten, dient den jungen Menschen für:

  • die Bildung einer eigenen Meinung,
  • die Stärkung des Selbstbewusstseins,
  • die Möglichkeiten der Konfliktbewältigung,
  • die Verantwortungsübernahme für ihre Entscheidungen,
  • das Tolerieren anderer Meinungen und Standpunkte,
  • die kritische Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt,
  • die faire Austragung von Meinungsverschiedenheiten,
  • das angstfreie Vortragen von Beschwerden.

Eine gelingende Partizipation von jungen Menschen bedeutet aber für die Pädagog*innen, dass sie sich zurücknehmen müssen und den jungen Menschen die Möglichkeiten für das Lernfeld „Partizipation“ ermöglichen und sie dazu anleiten müssen.

Wie ist es nun möglich, mit Blick auf die Kleinkinder und Kinder in dem Grundschulalter, diese zu einer gelingenden Partizipation in unseren Betreuungsstellen zu befähigen?

An dieser Stelle der Verweis auf die Ausführungen von Herrn Rüdiger Hansen aus seinem Artikel „Die Kinderstube der Demokratie“.

Die fünf Prinzipien für die Partizipation von Kindern:

  • Partizipation bedeutet, dass Kinder von Erwachsenen begleitet werden. Es genügt nicht, Kindern Entscheidungsspielräume einzuräumen und sie dann damit allein zu lassen. Die Entwicklung notwendiger Partizipationsfähigkeiten muss aktiv unterstützt werden. Oft fehlen Kindern der Zugang zu Informationen oder alternative Erfahrungen, die erst eine wirkliche Entscheidung ermöglichen. Darüber hinaus bedeutet Partizipation immer Aushandlungsprozesse, in die auch Erfahrungen und Interessen von Erwachsenen einfließen (können).
  • Partizipation erfordert einen gleichberechtigten Umgang, keine Dominanz der Erwachsenen. Auf der inhaltlichen Ebene muss die Expertenschaft der Kinder für ihre Lebensräume, ihre Empfindungen, ihre Weltsicht uneingeschränkt anerkannt werden. Die Erwachsenen sollten ihnen mit Neugier und Interesse begegnen. Für den Prozess und für dessen Transparenz tragen allerdings ausschließlich die Erwachsenen die Verantwortung. Sie müssen die Kinder dabei unterstützen, eine Gesprächs- und Streitkultur zu entwickeln. Und sie müssen gewährleisten, dass eine „dialogische Haltung“ – vor allem auch von den beteiligten Erwachsenen selbst – eingehalten wird.
  • Partizipation darf nicht folgenlos bleiben. Dies bedeutet eine hohe Verbindlichkeit der beteiligten Erwachsenen, die sich darüber Klarheit verschaffen müssen, welche Entscheidungsmöglichkeiten die Kinder tatsächlich haben (sollen), und die diese offen legen müssen. Selbstverständlich kann die Umsetzung einer gemeinsam getroffenen Entscheidung scheitern. Aber zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung sollte es eine realistische Chance zur Realisierung innerhalb eines für die Kinder überschaubaren Zeitraums geben. Klappt es dann nicht, sollten die Gründe dafür transparent werden.
  • Partizipation ist zielgruppenorientiert. Kinder sind nicht alle gleich. Die Erwachsenen sollten sich darüber klar sein, mit wem sie es jeweils zu tun haben. Kinder aus Elementar- oder Hortgruppen, Jungen oder Mädchen, Kinder unterschiedlicher ethnischer Herkunft, Kinder mit und ohne Handicaps bringen unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse und unterschiedliche Fähigkeiten zur Beteiligung mit. Die Inhalte und die Methoden müssen darauf abgestimmt werden.
  • Partizipation ist lebensweltorientiert. Das betrifft in erster Linie die Inhalte, aber auch die Beteiligungsmethoden. Die Thematik muss die Kinder etwas angehen. Dies kann durch unmittelbare Betroffenheit der Fall sein: bei der Frage, ob der tote Vogel, den ein Kind gefunden hat, beerdigt oder seziert werden soll, genauso wie bei der Planung des Außengeländes. Es kann aber auch um Themen gehen, die für Kinder zwar Bedeutung haben (werden), sie aber nur mittelbar betreffen, wie das bei vielen ökologischen Themen der Fall ist. Derart abstrakte Themen müssen dann methodisch an die Erfahrungen der Kinder angeknüpft werden.

Die jungen Menschen sind die Experten für ihr eigenes Leben. Es gilt sie zu unterstützen und zu einer Partizipation zu ermutigen und an den Entscheidungen ihres Lebens zu beteiligen und -vor allem- im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitentscheiden zu lassen. Durch eine gelingende Partizipation erfahren unsere jungen Menschen, dass es sich lohnt sich einzumischen, da sie dadurch Veränderungen etwas bewirken können. Damit wird das Ziel der Selbstwirksamkeit bei den jungen Menschen gefördert.

Jens Scharmann

Geschäftsführer


Prof. Dr. Dr. Julian Nida-Rümelin am 08.12.2022 zu Gast bei der haug&partner unternehmensgruppe

Die haug&partner unternehmensgruppe freut sich bekannt zu geben, dass Prof. Dr. Dr. Julian Nida-Rümelin am 08.12.2022 mit einem Vortrag zum Thema:  „Ökonomie und Ethik in der Sozialarbeit: philosophische Klärungen“ an der Jahresveranstaltung der Unternehmensgruppe zu Gast sein wird. 

Datum: 08.12.2022 / Uhrzeit: 10:00 – 12:00 / Ort: Ulmer Str. 130, 73431 Aalen

Julian Nida-Rümelin gilt als einer der „renommiertesten Philosophen in Deutschland“ (Handelsblatt vom 30.7.2017), Er ist Lehrstuhlinhaber für Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians Universität München. Er ist seit 2018 Direktor am Bayerischen Forschungsinstitut für digitale Transformation (bidt).

Für fünf Jahre (1998-2002) wechselte Nida-Rümelin in die Kulturpolitik, zunächst als Kulturreferent der Landeshauptstadt München, dann als Kulturstaatsminister im ersten Kabinett Schröder.

2016 verlieh ihm die bayrische Staatsregierung die Medaille für besondere Verdienste um Bayern in einem Vereinten Europa. Im Jahre 2019 erhielt er den bayrischen Verdienstorden. Seit 2022 ist Julian Nida-Rümelin stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrates.

Sein Buch „Die Optimierungsfalle. Philosophie einer humanen Ökonomie“ hat intensive Debatten  zum Verhältnis von Ökonomie und Ethik ausgelöst. Es beruht auf seinen langjährigen Forschungen zur Theorie praktischer Rationalität an der Nahtstelle zwischen Ökonomie, Spieltheorie und Philosophie.

Letzte Buchpublikationen: „Humanistische Reflexionen“ (Suhrkamp 2016) und „Über Grenzen denken: eine Ethik der Migration“ (edition Körber, 2017). Im Herbst 2018 erschien das Buch „Digitaler Humanismus: Eine Ethik für das Zeitalter der künstlichen Intelligenz“ (Piper Verlag), für das er in Österreich den Bruno-Kreisky-Preis für das beste politische Buch des Jahres erhielt. Im Frühjahr 2020 erschien bei edition Körber „Die gefährdete Rationalität der Demokratie“.

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung unter info@albakademie-institut.de.


Bewerbung der haug&partner unternehmensgruppe bei dem German SGD-Award: Ziele für nachhaltige Entwicklung

Die Sustainable Development Goals (kurz SDGs) bekannter und sichtbarer machen: Das ist das Ziel des German SDG Awards, welcher im Jahr 2022 das erste mal in Deutschland vergeben wird. Die vier Kategorien, in denen der German SDG Award vergeben wird, sind:

  • Unternehmen
  • Jugend & Bildung
  • Medien & Journalismus sowie
  • Städte, Gemeinden und Landkreise

Ausgezeichnet werden jene Akteurinnen und Akteure, die vorbildlich zur Bekanntheit und der Erreichung der 17 SDG-Ziele beitragen. Es geht um inspirierende und außergewöhnliche Projekte, Pioniere und Leuchttürme in diesem Segment. Alle Bereiche sind angesprochen: Sowohl wirtschaftliches, wissenschaftliches, politisches und zivilgesellschaftliches, als auch individuelles Engagement.

Was sind die SDGs (Sustainable Development Goals)?

Um global nachhaltige Strukturen zu schaffen, haben sich die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen 17 Ziele bis 2030 gesetzt, die in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung festgehalten sind: Die UN-Nachhaltigkeitsziele oder Sustainable Development Goals, kurz SDGs genannt. Diese 17 Ziele sollen bis 2030 von allen Entwicklungs-, Schwellen- und Industriestaaten erreicht werden, sind unteilbar und bedingen einander. Die SDGs richten den Fokus auf besonders benachteiligte und diskriminierte Bevölkerungsgruppen. Hierdurch soll die Welt gerechter, gesünder, friedlicher und sozialer gestaltet werden.

Die haug&partner unternehmensgruppe freut sich bekannt zu geben, dass sie eine Bewerbung zu dem diesjährigen SGD-Award eingereicht hat. Die Tätigkeit der haug&partner unternehmensgruppe verfolgt seit jeher Ziele der Dimensionen „Abbau von Ungleichheiten“, „Keine Armut“,  „Kein Hunger“, „Gesundheit und Wohlergehen“ sowie „Hochwertige Bildung“. Dies liegt ihrem Wertekodex zugrunde. Insofern ist die haug&partner unternehmensgruppe hier kontinuierlich positiv wirksam. Der soziale Hintergrund eines jungen Menschen hat nach wie vor enorme Auswirkungen auf seine Bildungs- und Aufstiegschancen, die mit den Dimensionen Armut, Hunger, Gesundheit und Bildung wiederrum zwangsläufig zusammenhängen. Die haug&partner unternehmensgruppe durchbricht mit ihren individuell gestalteten Hilfen zur Stärkung und Förderung der Selbstwirksamkeit der jungen Menschen den Kreislauf der vererbbaren Ungleichheiten und trägt damit zur Verwirklichung der SDG´s bei.

 


Fortbildungen für Leitungsmitarbeiter*innen in der haug&partner unternehmensgruppe

Die haug&partner unternehmensgruppe führt unter Leitung der albakademie regelmäßig Fortbildungen für ihre Mitarbeiter*innen in Leitungspositionen durch. Vergangenen Donnerstag, am 30.06.2022, fand einer der Leitungsfortbildungstage in Aalen statt. Unter dem Thema „Freier Träger – Partner oder Auftragnehmer“ trafen sich die Leitungen AihG, ISE sowie Regionalleitungen aus allen Einzelunternehmen der haug&partner unternehmensgruppe in der Zentrale Aalen zusammen.

Angelehnt an eine Vielzahl an Praxisbeispielen leitete Herr Reinhard Glatzel die Teilnehmer*innen durch den Tag und ging im gegenseitigen Austausch auf die rechtlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen des freien Trägers ein. Den theoretischen Input gab es im ersten Teil der Veranstaltung unter anderem zu dem Schwerpunkt „Zusammenarbeit zwischen öffentlicher und freier Jugendhilfe“. Der Nachmittag bot den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, persönliche Erfahrungen vor dem Hintergrund des theoretischen Inhaltes zu reflektieren und mit den Kolleg*innen darüber in den Austausch zu gehen.

Für die haug&partner unternehmensgruppe ist es bedeutend, ein verbindliches Fortbildungswesen zu gewährleisten, welches die Einzelgesellschaften durch unternehmensübergreifende Veranstaltungen miteinander verbindet und in den Austausch bringt. Dies schafft Qualitätssicherung und -entwicklung sowie Synergieeffekte, welche in der täglichen Arbeit genutzt werden.


Joshua Haug ab 01. Juli Koordination der haug&partner unternehmensgruppe

Liebe Lesende,

„Wo anders als im Menschen könnte das Menschliche liegen?“ (Watzlawick) – dieser Prämisse hat sich die haug&partner unternehmensgruppe seit jeher verschrieben.

Diesem Anspruch folgend sind in der haug&partner unternehmensgruppe eine Vielfalt an stationären und teilstationären Betreuungsangeboten entstanden, die es Kindern und Jugendlichen ermöglichen, ein sicheres zweites Zuhause zu finden – sofern sie nicht mehr zuhause leben können. Getragen werden diese stationären und teilstationären Betreuungsangebote von verantwortungsbewussten und engagierten Menschen, die den zu betreuenden jungen Menschen jeden Tag aufs Neue die Vielfalt und die Zuversicht in die Zukunft erlebbar machen: junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund – mit und ohne Behinderung – unterschiedlichen Alters und mit verschiedenen sozialen Hintergründen. Sie alle finden in der haug&partner unternehmensgruppe ein hoch qualifiziertes und individuelles Betreuungsangebot. Die Berücksichtigung und Wertschätzung der Persönlichkeit jedes einzelnen jungen Menschen steht im Zentrum des pädagogischen Wirkens und der Realisierung gelingender Hilfeprozesse.  Teilhabe- und Chancengerechtigkeit in allen Lebensbereichen ist das zentrale Ziel, das stets verfolgt wird, um die jungen Menschen zu einem unabhängigen und selbstbestimmten Leben zu führen. Inklusion ist daher eine Selbstverständlichkeit im sozialpädagogischen Ansatz der haug&partner unternehmensgruppe: miteinander leben, lernen, spielen, gemeinsam aufwachsen und den Alltag gleichberechtigt gestalten.

Die haug&partner unternehmensgruppe ermöglicht jungen Menschen soziale Teilhabe und Chancengleichheit durch die gleichberechtigte Gewährleistung gemeinsamer Erziehung, Betreuung und Bildung. Im Jahr 2009 ist in Deutschland die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Kraft getreten und hat die Aufgabe bekräftigt, sich auf den Weg zu einem inklusiven Bildungswesen zu machen. Alle jungen Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, sollen ihre Potenziale optimal entwickeln können, unabhängig von besonderen Lernbedürfnissen, Geschlecht, sozialen und ökonomischen Voraussetzungen. Dafür brauchen sie individuell passende Unterstützungssysteme. Dieser Anspruch findet nun auch in der neuen Gesetzgebung des KJSG ihre Umsetzung. Die haug&partner unternehmensgruppe verfolgt diesen Ansatz bereits seit ihrer Gründung. Sie kann somit auf langjährige Erfahrungen in diesem Bereich zurückblicken, die durch viele Erfolgsgeschichten geprägt sind. Inklusion hat viele Facetten. Inklusion bedeutet aber vor allem, miteinander zu leben, und durch kreative Lösungen sowie individuelle Anpassungen Inklusion zuzulassen.

haug&partner unternehmensgruppe darf für sich in Anspruch nehmen:  wir haben nicht nur Lust und Mut zur Inklusion – wir leben sie auch: tagtäglich; denn „Wo anders als im Menschen könnte das Menschliche liegen?“ (Watzlawick)

Mit freundlichen Grüßen,

Joshua Haug

Koordination der haug&partner unternehmensgruppe


Fachtag zu Qualifizierung als Fachkraft in der haug&partner unternehmensgruppe

Nach zwei Jahren als Onlinefortbildung hat am 29.06.2022 in der haug&partner unternehmensgruppe nun wieder der Fachtag zur Qualifizierung als Erziehungsstellen-/ Wohngruppenfachkraft bzw. SPSPF- und ISE-Pädagog*in in Präsenz stattgefunden.

Der Fachtag bietet unternehmensgruppen-übergreifend allen neu hinzukommenden Pädagog*innen einen fachlichen Einstieg in die Tätigkeit und die damit verbundenen Anforderungen. Konzipiert ist die Veranstaltung als Hybridfortbildung in zwei Teilen: Teil I des Fachtages ist eine interaktive Onlinepräsentation, welche die Pädagog*innen zu Beginn ihrer Tätigkeit erhalten, um sie dann in fortlaufender Rücksprache mit ihrer zuständigen Regionalleitung/ Mentor*in zu erarbeiten. Inhaltlich arbeitet der Fachtag Teil I die rechtlichen Rahmenbedingungen, die fachlichen Anforderungen an die Pädagog*innen sowie die Anforderungen an den Träger auf.

Darauf aufbauend findet im 6-monatigen Rhythmus der Fachtag  Teil II als Präsenzveranstaltung statt, bei welchem alle neu hinzugekommenen Pädagog*innen miteinander in den Austausch gehen, um sich zu vernetzen, fachlich weiterzuentwickeln und die haug&partner unternehmensgruppe als Ganzes kennenzulernen. Die Gestaltung des Fachtages als Hybridveranstaltung begründet sich einerseits in den wachsenden digitalen Möglichkeiten, welche die haug&partner unternehmensgruppe als lernendes Unternehmen nutzen möchte. Andererseits expandiert die unternehmensgruppe weiter im In- und Ausland: In den letzten Monaten sind unter anderem weitere Stellen in Brandenburg und Italien hinzugekommen. Dieser Expansion und Dezentralität möchte die haug&parter unternehmensgruppe mit der Hybridveranstaltung nachkommen.  Organisiert wird der Fachtag von der albakademie, welche für ihre Schwesterfirmen alle unternehmensgruppenübergreifenden Veranstaltungen gestaltet.

Nach einer Begrüßung durch Frau Lara-Katharina Haug (Geschäftsführung der albakademie) und einem Input zu den Werten und Leitlinien der Trägergruppe von Herrn Joshua Haug (Unternehmensgruppenkoordination) starteten die Teilnehmer*innen in die Methodik des Wold-Cafés. Dieses thematisierte in fünf Zeitblöcken die Themen „Pädagogik und Alltag“, „Krisen und Chancen“, Persönliche Voraussetzungen und fachliche Eignung“, „Öffentlichkeit und Privatsphäre“ sowie „Die eigene Familie und das soziale Umfeld“. Inhaltlich begleitet wurde der Fachtag von den Leitungen AihG und ISE aller Einzelunternehmen der haug&partner unternehmensgruppe.

Zum Abschluss des Fachtages wurde von den Teilnehmer*innen ein sehr positives Resümee gezogen: Die Balance zwischen fachlichem Input und der umfassenden Möglichkeit zum Austausch wurden als bereichernd und wichtig für den Start in die neue Tätigkeit wahrgenommen.


Ende der Tätigkeit als Gesamtleitung von Herrn Rainer Haug und Frau Johanna Klebl-Haug

Die haug&partner unternehmensgruppe gibt das Ende der Tätigkeit des Gesamtleiters Herr Rainer Haug und der stellvertretenden Gesamtleiterin Frau Johanna Klebl-Haug bekannt.

Nach der Gründung der hwp gGmbH im Jahr 2009 – in Folge „haug&partner unternehmensgruppe“ – und der 13-jährigen Führung der Trägergruppe, werden Herr Haug und Frau Klebl-Haug ab dem 01.07.2022 ausschließlich in ihrer Funktion als Gesellschafter*innen der Einzelunternehmen der haug&partner unternehmensgruppe weiter tätig sein und die damit verbundenen Aufgaben wahrnehmen.

Ein Blick in die Zahlen der Unternehmensgruppe zeigt zu welch bedeutenden Trägergruppe die haug&partner unternehmensgruppe in den vergangenen Jahren herangewachsen ist: Seit Gründung wurden in der haug&partner unternehmensgruppe mit ihren aktuell 7 Gesellschaften weit über 1000 junge Menschen in 230 Betreuungsangeboten betreut. Darüber hinaus zeigen die geringen Abbruchszahlen, dass die Unternehmensgruppe nicht nur personell, sondern auch fachlich sehr gut aufgestellt ist und der Blick in die Zukunft äußerst positiv und vielversprechend ist.

Dass sich diese Entwicklung fortsetzt und den betreuten Kindern und Jugendlichen weiterhin ein Platz angeboten wird, an dem sie sich entwickeln können und an welchem sie durch alle Höhen und Tiefen gehen können – dem werden Herr Haug und Frau Johanna Klebl-Haug auch weiter in ihrer gestaltenden und steuernden Funktion als Gesellschafter Rechnung tragen.

Herr Joshua Haug wird zukünftig die Funktion des Koordinators der haug&partner unternehmensgruppe bekleiden und den Anspruch der Unternehmensgruppe, durch das Zusammenwirken aller Gesellschaften Synergieeffekte zu generieren, fördern und weiterentwickeln.

Die gesamte haug&partner unternehmensgruppe dankt Herrn Rainer Haug und Frau Johanna Klebl-Haug herzlich für ihr großes Engagement, welches die haug&partner unternehmensgruppe und ihre Einzelunternehmen zu dem hat werden lassen, was sie heute darstellt.

 


EFA Tagung 2022 der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH

Am 19.05.2022 fand in dem Weingut Vogt-Fehlinger in Biebelsheim die diesjährige EFA-Tagung der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH statt. Die Pädagog*innen aus den Angeboten in häuslicher Gemeinschaft aus Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen fanden sich zu dieser Tagesveranstaltung in dem Weingut in Rheinland-Pfalz zusammen.

Zu Beginn begrüßte der Geschäftsführer -Herr Scharmann- der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH alle Teilnehmer*innen. Als besonderen Gast begrüßte Herr Scharmann die Geschäftsführerin der albakademie GmbH – Frau Haug.

Frau Haug stellte zum Auftakt der Tagung zunächst die albakademie GmbH den Anwesenden vor. Es wurde von Frau Haug die Tätigkeitsfelder der albakademie GmbH innerhalb der haug&partner unternehmensgruppe sowie für die Gesellschaft der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen gGmbH erläutert und der Unterschied zwischen den Arbeitsbereichen der FachAkademie und der Kinder&JugendAkademie dargestellt.

Herr Scharmann gab im Anschluss dann den Teilnehmer*innen einen Rückblick und einen Ausblick zu der Entwicklung der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH. Es wurde dabei das Wachstum der Gesellschaft in den letzten Jahren sehr deutlich.

Frau Müller – Leitung AihG-, Frau Schikorra – Regionalleitung Süd, Frau Dold, Frau Lippert und Frau Palm – Fachberatungen, widmeten sich dann dem Jahresthema 2022 der haug&partner unternehmensgruppe „Partizipation mit Wirkung“. An diesem Thema wurde auch schon in den Regionaltagungen Hessen und Rheinland-Pfalz mit den Pädagog*innen aus dem Erziehungsstellen und Familienwohngruppen gearbeitet, so dass hier in eine konkrete Kleingruppenarbeit mit den Teilnehmer*innen eingestiegen werden konnte. Die Pädagog*innen hatten den Auftrag sich mit der Fragestellung:

  • Wie kann Partizipation der jungen Menschen praktisch umgesetzt werden?
  • Welche Sorgen löst die Anforderung, Kinder zu beteiligen, bei Ihnen aus?
  • Was erhoffen Sie sich von Partizipation?

Hochmotiviert auf die einzelnen Workshops aber auch auf die Eigenreflexionsübungen haben sich die Pädagog*innen aus den Betreuungsstellen eingelassen. Dank des schönen Wetters an diesem Tag war sogar der Austausch unter freiem Himmel möglich. Der Wunsch nach Vernetzung mit den anderen Kooperationspartner*innen untereinander zeigte sich deutlich während dem Austausch in immer neuen Konstellationen.

Nach der Mittagspause, in der die Teilnehmer*innen durch das Team des Weingutes mit einem Mittagessen vom Grill bewirtet wurden, folgte der Einstieg in die Kleingruppenarbeit zu dem Thema der fachlichen Ausgestaltung von Entwicklungsberichten mit dem Blick auf die Partizipation.

Die Rückmeldungen aus dem Kreis der Pädagog*innen am Ende der Tagung fielen positiv aus. Auch Herr Scharmann zog zusammen mit dem Fachteam ein positives Resümee und blickt auf eine gelungene Veranstaltung zurück. Die Bereitschaft der Teilnehmer*innen sich auf die Kleingruppenarbeit und die Diskussionsrunden in den kleinen und großen Runden einzulassen, wurde besonders von Herrn Scharmann hervorgehoben. Der fachliche Austausch zu dem Jahresthema wird in den Fachberatungsterminen und den Regionaltagungen seine Fortsetzung finden. Das Thema der Partizipation wird aber nicht nur in diesem Jahr weiter zu behandeln sein.

Jens Scharmann
Geschäftsführer
h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH


Trägerwechsel zu h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH!

h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH möchte auf Grundlage langjähriger Erfahrung sowie einem bestehenden Wertesystem jungen Menschen in deren Leben Orientierung, Teilhabe, Integration und Solidarität gewährleisten. Hierzu arbeiten wir mit unseren internen und externen Partnern Hand in Hand – so möchten wir eine Pädagogik mit Weitblick und notwendiger Vielfalt gewährleisten.

Auch bereits bestehende Erziehungsstellen, Familienwohngruppen und Pflegefamilien heißen wir bei h&p Rheinland-Pfalz/Hessen gGmbH herzlich willkommen!

 

Haben Sie Interesse an einem Trägerwechsel? Die Gründe und Argumente hierfür können vielfältig sein:

  • h&p Rheinland-Pfalz/Hessen gGmbH garantiert für einen kostenlosen Trägerwechsel: bundesweit beraten wir Sie kostenlos und anonym zu einem möglichen Wechsel des Trägers: wir informieren Sie gerne über uns als erfahrenen Kinder- und Jugendhilfeträger und unserem Angebot, erarbeiten gemeinsam mit Ihnen auf Wunsch vor Ort eine Perspektive und verhandeln individuell mit Ihnen unsere Kooperation. Dabei werden Ihnen die zugrunde liegenden Entgeltvereinbarungen transparent zugänglich gemacht. Sie erhalten vollumfängliche Information über die vereinbarten Tagessätze und die vergüteten Leistungen des Trägers.
  • h&p Rheinland-Pfalz/Hessen gGmbH garantiert einen risikolosen Trägerwechsel:

im Sozialgesetzbuch ist die freie Trägerwahl im Rahmen des Wunsch- und Wahlrechts gesetzlich geregelt. Sie brauchen keine Angst zu haben, dass sie während oder nach einem Trägerwechsel die bei Ihnen untergebrachten jungen Menschen verlieren. Mit unserer netzwerkartigen und überregionalen Struktur sind wir in der Lage, den Jugendämtern eine zeitnahe, regionsspezifische und eng am individuellen Hilfebedarf der Kinder und Jugendlichen orientierte Unterbringung zu gewährleisten. h&p Rheinland-Pfalz/Hessen gGmbH übernimmt für Sie die vollständige Abwicklung des Wechsels in Zusammenarbeit mit allen am Hilfeprozess beteiligten Parteien.

  • h&p Rheinland-Pfalz/Hessen gGmbH garantiert unterstützte Weiterentwicklung:

Die Ziele und Visionen des Trägers sind geprägt von seiner pädagogischen Grundidee: Inklusion eine Pädagogik der Vielfalt. Alle jungen Menschen haben ein Recht auf eine positive Persönlichkeitsentwicklung und unser Ziel ist es, unsere Angebote hierfür optimal aufzustellen. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir unsere Konzeptionen ständig weiter, um den aktuellen Anforderungen und Gegebenheiten Rechnung zu tragen. Dabei steht im Vordergrund, den jungen Menschen, deren Familiengefüge, ihrem sozialen Umfeld und ihrer einzigartigen Biografie durch die pädagogische Arbeit und Schaffung von individuellen Angeboten gerecht werden zu können. h&p Rheinland-Pfalz/Hessen gGmbH unterstützt sie u.a. durch

  • Regelmäßige Fachberatung vor Ort zur Steuerung des Hilfeplanprozesses,
  • Begleitung der Hilfeplangespräche und deren Umsetzung,
  • Rund-um-die-Uhr-Bereitschaftsdienst,
  • Versicherungsleistungen,
  • Übernahme der Abrechnungen,
  • Vernetzung vor Ort auf regionaler, landes- und bundesweiter Ebene mit weiteren Angeboten in häuslicher Gemeinschaft für einen fachlichen Austausch,
  • die Mitgestaltung interdisziplinärer Kooperationen,
  • Finanzierung externer Supervision,
  • Durchführung von Fachtagungen,
  • konzeptionelle Weiterentwicklung.

 

Für weitere Informationen und ein erstes Kennenlernen, nehmen Sie gerne jederzeit Kontakt auf:

h&p Rheinland-Pfalz/Hessen gGmbH

Geschäftsführung Herr Jens Scharmann

Hagenauer Straße 17-19

65203 Wiesbaden

Telefon: 0611 – 72 47 65 50

E-Mail: j.scharmann@hup-jugendhilfe-rphe.de


Erfolgreicher Start der Digitalen Fachreihe 2022: Einführung in das (KJSG)

Am 10.02.2022 fand die Auftaktveranstaltung der Digitalen Fachreihe 2022 der haug&partner unternehmensgruppe unter Leitung der albakademie statt. Unter dem Thema  „Einführung in das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG)“ trafen sich pädagogische Fachkräfte aus allen Einzelunternehmen der haug&partner unternehmensgruppe digital zusammen. Herr Reinhard Glatzel leitete mit umfangreichen Expertenwissen und zahlreichen Beispielen aus der Praxis durch die Veranstaltung und führte die Teilnehmer*innen in die wesentlichen Neuregelungen der KJSG-Reform ein.

Schwerpunkte waren der verbesserte Kinder- und Jugendschutz, die Hilfen für junge Menschen außerhalb ihrer Herkunftsfamilie, die Hilfen aus einer Hand für junge Menschen mit und ohne Behinderungen sowie die umfangreiche Prävention vor Ort.

„Ein spannender und lebendiger Einblick in das neue Gesetz und seine Entstehungsgeschichte. Besonders spannend waren die Diskussionen während des Vortrags, die durch Herr Glatzel fachkundig geleitet wurden.“ – so eine erste Reaktion zu der Auftaktveranstaltung der Digitalen Fachreihe.

Folgen werden im Laufe des Jahres 13 weitere Fachtage, die Einblicke in die relevanten Themen der aktuellen Kinder- und Jugendhilfepraxis geben. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der albakademie.


Der Jahresbericht 2021 der haug&partner unternehmensgruppe ist da!

Zum Beginn des neuen Jahres 2022 berichtet die haug&partner unternehmensgruppe über die Entwicklungen, Ereignisse und Fortschritte im vergangenen Jahr in dem neu erschienenen Jahresbericht 2021.

Den Jahresbericht 2021 der haug&partner unternehmensgruppe finden Sie hier: Jahresbericht_2021


„Partizipation mit Wirkung“ im Jahr 2022 der haug&partner unternehmensgruppe

Der verstärkte Blick auf die umfassende Beteiligung der betreuten Menschen wird die haug&partner unternehmensgruppe gebündelt unter dem Jahresthema „Partizipation mit Wirkung“ durch das Jahr 2022 leiten. Die Beteiligung der jungen Menschen in allen Bereichen, die ihre Lebenswelt berühren, wird in der haug&partner unternehmensgruppe sowohl auf der Ebene der Systempartizipation, den institutionell festgelegten Beteiligungsformen, als auch auf der Ebene der Partizipationskultur, welche sich in den Alltagshandlungen der Akteur*innen niederschlägt, umfassend gelebt und stellt eine Grundanforderung an alle in ihr agierenden Personen dar. Dennoch gewinnt die Thematik vor dem Hintergrund des neuen Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes, welches die Bedeutung der Partizipation junger Menschen in der Fremdunterbringung explizit benennt, noch einmal an Relevanz. Darauf aufbauend soll der Blick im Jahr 2022 besonders verstärkt auf die Beteiligung im praktischen Alltag der jungen Menschen und der betreuenden Pädagog*innen gelenkt werden, um diese zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen und weiterzuentwickeln.

Hier wird die haug&partner unternehmensgruppe ihre Stärke – die Pädagogik mit Vielfalt – nutzen und in einen aktiven, vernetzten Austauschprozess gehen, dem die Erfahrungswerte der haug&partner unternehmensgruppen in verschiedenen Betreuungssettings und auf unterschiedlichen Ebenen zugrunde liegen. Ziel ist es die Beteiligung der jungen Menschen während des gesamten Betreuungsprozesses – von der Aufnahme bis zur Rückführung oder Verselbstständigung – alters- und entwicklungsadäquat zu gestalten.

Wir freuen uns auf ein partizipatives Jahr 2022!


Eine familienanaloge Erziehungsstelle/Familienwohngruppe gründen!

Zur Erweiterung unserer Betreuungsstellen in Rheinland-Pfalz und Hessen suchen wir Sozialpädgog*innen/Erzieher*innen/Jugend- und Heimerzieher*innen (oder vergleichbare pädagogische Fachausbildungen), die eine Erziehungsstelle oder Familienwohngruppe in ihrem eigenen Haushalt eröffnen möchten und somit Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben möchten, in einer familienanalogen Betreuungsstelle aufzuwachsen.

Eine familienanaloge Betreuungsstelle ist eine Betreuungsform der stationären Kinder- und Jugendhilfe und bezeichnet die Unterbringung von Kindern und/oder Jugendlichen in Familien oder Lebensgemeinschaften, wobei eine der betreuenden Personen über eine pädagogische Ausbildung verfügt. Eine familienanaloge Betreuungsstelle kann von Familien mit eigenen Kindern, (Ehe-)Paaren oder einzelne Pädagog*innen zusammen mit einem Träger der Kinder- und Jugendhilfe gegründet werden. Das Angebot der familienanalogen Betreuungsstelle findet somit im Lebens- und Wohnraum der betreuenden Fachkraft statt und bietet dem jungen Menschen die Möglichkeit, in ein funktionierendes Familiensystem integriert zu werden.

Sie tragen sich mit dem Gedanken eine familienanaloge Betreuungsstelle zu gründen und verfügen über eine pädagogische Ausbildung? Sie können sich vorstellen, ein Kind in ihre Familie aufzunehmen?

Für Ihre ersten Fragen möchten wir Sie auf unsere Zusammenstellung von Antworten auf Fragen, die uns zu der Gründung einer familienanalogen Betreuungsstelle immer wieder erreichen, verweisen.

Sollten Ihre Fragen nicht hinreichend beantwortet sein, dann scheuen Sie sich nicht Kontakt zu uns aufzunehmen. Wir beantworten gerne Ihre weiteren Fragen.

Wir sind für Sie erreichbar unter: Telefon 0611-72 47 65 50 oder per E-Mail: info@hup-jugendhilfe-rphe.de.

 


Teamtag der WG Friebertshausen: Regeln & Verbote

Mit dem Thema „Regeln und Verbote aus traumapädagogischer Sicht“ beschäftigten sich die Mitarbeiter*innen der Wohngruppe Friebertshausen an ihrem Teamtag.

Die Teamleitungen der Wohngruppe -Frau Lühr- und ihre Stellvertreterin -Frau Rouschal- führten durch diese Veranstaltung und haben mit dem Schwerpunktthema eine aktuelle Frage aus dem pädagogischen Alltag der Wohngruppe Friebertshausen aufgenommen.

Nach einem theoretischen Input und einer Selbsterfahrungsübung wurde deutlich, dass mehr als nur eine konsequente Haltung und ein institutionell festgeschriebenes Regelwerk benötigt wird. Jede pädagogische Fachkraft benötigt eine Vielfalt an phantasievollen Ideen, ein großes Repertoire an Möglichkeiten der Wertschätzung und viel Humor, um die Regeln des Miteinanders um- und durchzusetzen, Struktur und Ordnung im Leben unserer betreuten jungen Menschen zu implementieren und dabei auf Verständnis zu stoßen. Aufbauend auf den Erkenntnissen eines Rollen- und Perspektivenwechsels der Pädagog*innen wurde das Regelwerk der Wohngruppe entsprechend angepasst und wird künftig in dieser Form Beachtung finden.

In dem 2.Teil des Teamtages widmete sich Frau Müller – Leitung der AihG/ Wohngruppen/ BeWo- den konzeptionellen Grundlagen der Wohngruppe. Fragen des Teams zur Konzeptentstehung und -entwicklung sowie zur Leistungsvereinbarung wurden dabei besprochen. Diese Themen stellten sich dann als Mittelpunkt des gemeinsamen Austausches mit Blick auf die tägliche Arbeit in der Wohngruppe heraus.

Der Teamtag förderte das gemeinsame Miteinander, so dass die Teilnehmer*innen aus diesem Teamtag gestärkt hervorgehen und diese Erfahrung gewinnbringend an die betreuten jungen Menschen weitergebenen werden.


EFA Tagung 2021 der h&p Rheinland-Pfalz-Hessen gGmbH in Präsenz

Ende 2019 ahnte noch niemand von uns, dass es vorerst das letzte Mal sein würde, dass sich die Beteiligten in der h&p Rheinland-Pfalz/Hessen ganz sorglos persönlich zusammenfinden würden. Nach 23 Monaten endete endlich die Zeit des Wartens auf persönliche Begegnung. Unter Corona konformen Schutzmaßnahmen fanden sich die Kooperationspartner*innen und Mitarbeiter*innen von h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH am 30.09.2021 zur EFA-Tagung im Weingut Vogt-Fehlinger in Biebelsheim ein.

Entsprechend des Jahresthemas der haug&partner Unternehmensgruppe: „Digitale Herausforderungen, Chancen und Perspektiven“ wurde an den Themen Medienkompetenz und Medienerziehung an diesem Tag gearbeitet. Der erste Teil vor dem Mittagessen wurde durch die Begrüßung des Geschäftsführers Herrn Scharmann eingeleitet und beinhaltete neben einem Fachvortrag auch die Vorstellungsrunde aller Kooperationspartner*innen und Mitarbeiter*innen.

Herr Felling von der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz der Landesstelle NRW bereicherte die Anwesenden mit den Inhalten zu „Medien in den Lebenswelten Heranwachsender“. Grundlegend ist sehr deutlich geworden, dass die Verantwortungsübernahme durch die Pädagog*innen für das Thema der digitalen Medienerziehung in unseren Betreuungsangeboten unabdingbar ist. Praktische Tipps und Links mit Hinweisen für Herangehensweisen bzgl. Schutz und Möglichkeiten, die die pädagogischen Fachkräfte mit nach Hause nehmen konnten, rundeten den Fachvortrag ab. Auch nach der Mittagspause in der Diskussionsrunde, bei der im Plenum ganz alltagspraktische Erfahrungen zu dem Thema Medienerziehung ausgetauscht wurden, erlebte man deutlich, wie wichtig auch die individuelle Herangehensweise im Alltag ist: je nach den ganz unterschiedlichen Bedarfen unserer betreuten jungen Menschen.

Der 2. Teil der Veranstaltung bot dann einen Einblick in die SGB VIII Reform – Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (KJSG), welches seit dem 10.06.2021 seine Gültigkeit hat. Herr Scharmann hatte die grundlegenden Änderungen skizziert, mit denen sich der Träger im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe befassen und auseinandersetzen muss und die es im Alltag der Betreuungsstellen zukünftig umzusetzen gilt bzw. von h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH ohnehin schon umgesetzt werden. Frau Schwinn aus dem Fachberatungsteam der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH ergänzte hier mit den Erfahrungen aus dem Fundus ihrer langjährigen Tätigkeit als Heimaufsicht.

In den Pausen spürte man deutlich, wie sich alle nach der langen Corona-Auszeit nach dem persönlichen Austausch sehnten und es daher auch genießen konnten, mal selbst verwöhnt zu werden mit geschmackvollen Leckereien und Gegrilltem auf dem Hofgut. Es gab viel Zuspruch zur Auswahl für diese Location. Auch in den nächsten Jahren wird somit die EFA-Tagung nicht nur als die Möglichkeit eines fachlichen Inputs von den Kooperationspartner*innen und Mitarbeiter*innen angesehen werden, sondern als Möglichkeit des persönlichen Austausches und zur Vernetzung genutzt werden.

Zusammen mit dem Team der Regionalleitungen und Fachberatungen bewertete der Geschäftsführer Herr Jens Scharmann die EFA Tagung 2021 als eine gelungene Veranstaltung, an denen alle Beteiligten von den fachlichen Inputs profitieren konnten und viel Spaß hatten.


Aktion „Kinderrechte malen“ in den Betreuungsstellen zum Weltkindertag am 20.09.

Unter dem diesjährigen Motto „Kinderrechte jetzt!“ wird heute am 20.September der Weltkindertag gefeiert. Für die haug&partner unternehmensgruppe ist es ein zentrales Anliegen, die Kinderrechte und ihre Bedeutung in unserer Gesellschaft zu betonen. Dafür werden die betreuten jungen Menschen in den Betreuungsstellen fortlaufend und umfassend über ihre Rechte informiert und durch Mitmachprojekte und -aktionen immer wieder dazu ermutigt sich mit ihren persönlichen Rechten und den Kinderrechten weltweit auseinanderzusetzen.

Für den Weltkindertag 2021 sind die Pädagog*innen und die betreuten jungen Menschen der haug&partner unternehmensgruppe dazu aufgerufen, sich an der Aktion „Kinderrechte malen!“ zu beteiligen und mit kunterbunten Kreidebildern ihre Wünsche und Ideen zu den Kinderrechten an diesem Tag auf die Straße zu malen. Dafür haben alle Kinder und junge Menschen zwischen 4 – 12 Jahren ein Kreidepäckchen und eine Anleitung zu der Aktion zugesendet bekommen.

Wir wünschen einen tollen Weltkindertag und freuen uns auf die bunten Kreidebilder!


Erfolgreicher Spendenaufruf für die betroffene Erziehungsstelle in der Region Ahrweiler

Im Juli diesen Jahres hatte die h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH einen Spendenaufruf für seine Erziehungsstelle in der Eifel gestartet. Die Erziehungsstelle hatte durch den Starkregen in der Region Ahrweiler im Juli und der Überflutung größeren Schaden genommen. Über den Spendenaufruf wollte die h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH eine unkomplizierte, finanzielle Hilfe dem Erziehungsstellenleiter zur Verfügung stellen.

Der Geschäftsführer der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH – Herr Jens Scharmann – freut sich nun, dass er dem Erziehungsstellenleiter eine Summe von über 3.600,– Euro zur Verfügung stellen konnte. „Die Spendenbereitschaft war sehr hoch und ich möchte mich auf diesem Weg bei jeder einzelnen Spenderin und jedem einzelnen Spender bedanken“, so Herr Jens Scharmann.

Der Erziehungsstellenleiter kann diesen Betrag sehr gut gebrauchen. Tapeten, Farbe, neue Türen, neue Bodenbeläge, neue Möbel sind notwendig, um die Erziehungsstelle wieder in ihren vorherigen Zustand zu versetzen. Der Erziehungsstellenleiter ist sich sicher, dass bald die Erziehungsstelle wieder komplett hergestellt ist und hat sich über die finanzielle Unterstützung sehr gefreut.

Die h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH bedankt sich zusammen mit dem Erziehungsstellenleiter bei allen Spender*innen für ihre Unterstützung.

Leben, Arbeiten & Mensch bleiben – Familienwohngruppe geht in Rente

Der Geschäftsführer -Herr Jens Scharmann- der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH bedankt sich für 9 Jahre Tätigkeit als Familienwohngruppe Röddenau.

Seit 17 Jahren hat der Familienwohngruppenleiter in seiner Familienwohngruppe in der Nähe von Frankenberg mit 4 Betreuungsplätzen, vorwiegend männliche Jugendliche bei sich aufgenommen und ihnen im Rahmen von Hilfen zu Erziehung Halt und Unterstützung gegeben. Nun verabschiedet er sich in den wohl verdienten Ruhestand.

8 Jugendliche hat der gelernte Diplom-Sonderpädagoge im Laufe der Jahre in die Selbständigkeit begleitet, zwei Jugendliche wurden in die Kernfamilie zurückgeführt. Herr Hilberg, ursprünglich aus Wetter, gelernter Maschinenschlosser, hat 1999 seinen Abschluss als Sonderpädagoge an der Justus-Liebig-Universität in Giessen gemacht.

Nach einigen Jahren Tätigkeit in der Schulpädagogik, sowie bei einem weiteren Träger der Jugendhilfe, wechselte Herr Hilberg 2012 mit seiner Familienwohngruppe zu h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH (damals noch hwp gGmbH).

„Das lag mir“ sagte der Sonderpädagoge, als er gefragt wurde, wie er rückblickend seine Entscheidung, eine Familienwohngruppe zu eröffnen, bewertet hat.

Hier konnte er Leben und Arbeiten gut miteinander vereinbaren. Sein Hobby, das Heimwerken, ließ sich gut mit dem Beruf verbinden. Sein handwerkliches Geschick kam bei den betreuten Jugendlichen gut an, bot immer Raum um gemeinsam tätig zu werden und dabei mit den Jugendlichen im Gespräch zu bleiben.

Stolz seien die Jungs immer gewesen, wenn sie hätten präsentieren können, was sie gebaut haben. Und an Selbstbewusstsein hätten sie dadurch gewonnen. Aber auch die schulische Ausbildung seiner „Familienwohngruppenkinder“ sei ihm immer wichtig gewesen.

„F. hatte zum Beispiel eine Schulphobie und wollte die Schule nicht mehr besuchen. Zum Schluss hat er einen guten Realschulabschluss gemacht“ berichtete Herr Hilberg.

Auch eine weitere Leidenschaft hätten die meisten der Jungs mit ihm geteilt: Das Motoradfahren. Öfter seien sie gemeinsam auf „Tour“ gewesen, einmal sogar zusammen nach Paris gefahren.

Sein großer Traum sei es nun mit der Rente, gemeinsam mit seiner Frau und den beiden Kindern nach Thailand, der Heimat von Frau Hilberg, auszuwandern. „Vielleicht noch in diesem Winter“, so Herr Hilberg. Kontakte nach Thailand habe er gute, durch die Familie der Frau. Gemeinsam waren sie in der Vergangenheit schon öfter dort und die thailändische Mentalität habe ihn überzeugt. In den letzten Jahren hat er dort ein Haus gebaut und dieses wartet nun auf den Einzug der Familie Hilberg.

Auf die Frage, „Was würden sie abschließend noch sagen wollen“ überlegt Herr Hilberg eine Weile und sagt dann verschmitzt „Mensch bleiben!“.

Die h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH bedankt sich bei Herrn Hilberg ganz herzlich für 9 Jahre treue Familienwohngruppentätigkeit und wünscht für den weiteren Weg alles Gute!

Hochwasser: Spendenaufruf für unsere Erziehungsstelle in der Eifel

Ein extremer Starkregen hat am 14.07.2021 im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz zu einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes geführt. Der Starkregen hat zu Überschwemmungen geführt und in der Eifel katastrophale Folgen verursacht. Aus der Region erreichen die Öffentlichkeit dramatische Bilder von Sturzfluten, Hochwasser und Schlamm, zerstörten und eingestürzten Häusern. Besonders in dem Ort Schuld, war die Ahr bis auf über 8 Meter angestiegen und hat mehrere Häuser wegrissen. Es sind viele Tote zu beklagen und es werden immer noch einige Menschen vermisst. Viele Menschen haben alles verloren und stehen nun vor dem sprichwörtlichen Nichts.

Unsere Erziehungsstelle in der Eifel liegt ebenfalls in dem Landkreis Ahrweiler und in einer Nähe zu dem Ort Schuld. Auch die Erziehungsstelle ist durch einen Bach, der in unmittelbarer Nähe zu dem Haus liegt, überflutet worden. Innerhalb kürzester Zeit war der Pegelstand angestiegen und es folgten hierdurch Überflutungen. Der Erziehungsstellenleiter musste am Mittwochabend zusammen mit seinen beiden betreuten Jugendlichen das Haus zurücklassen und sich zusammen mit den beiden Betreuten in Sicherheit bringen. Somit haben wir glücklicherweise keinen Personenschaden zu verzeichnen. Das Erdgeschoss des Hauses ist komplett überflutet worden. Wasser und Schlamm verteilen sich in dem Haus. Die Gemeinschaftsräume, Küche und privaten Räume des Erziehungsstellenleiters sind nicht mehr benutzbar. Eine komplette Reinigung des Hauses, Renovierung der Räumlichkeiten und Kauf von neuen Möbeln und sicherlich noch vieles mehr ist nun erforderlich.

Die h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH bittet auf diesem Weg um Spenden für den Erziehungsstellenleiter. Ziel ist es, über diesen Spendenaufruf, eine unkomplizierte, finanzielle Hilfe dem Erziehungsstellenleiter zur Verfügung zu stellen. Die h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH sichert den Spender*innen zu, dass jede Spende in voller Höhe weitergeleitet wird. Es wird gebeten die Spenden mit dem Vermerk: „Spende Erziehungsstelle Eifel“ auf unser Spendenkonto einzuzahlen (IBAN: DE52 6145 0050 1001 0919 14 – BIC OASPDE6AXXX – Kreissparkasse Ostalb).

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Biografiearbeit mit den jungen Menschen: Ordnerset „Biografie- und Lebensordner“

Der Lebensweg von Kindern und Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe ist nicht selten von mehreren Ortswechseln, Verabschiedungen und (Beziehungs-)Abbrüchen geprägt. Da in wechselnden Settings eine fortlaufende Erinnerungsarbeit häufig nicht stattfindet, können wichtige Basisinformationen des jungen Menschen schnell verloren gehen. Es entstehen Lücken im Wissen über die eigene Biografie des Kindes – ein sicheres Fundament der Erinnerung und Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensgeschichte fehlt. Gleichzeitig beeinflusst das Wissen über positive und negative Ereignisse im eigenen Lebensweg das weitere Handeln, Denken und Wahrnehmen eines heranwachsenden jungen Menschen.

Die Biografiearbeit bietet den jungen Menschen die Möglichkeit, den eigenen Lebensweg zu erforschen und Antworten auf Fragen der Identität zu finden. Dies soll die Kinder und Jugendlichen dabei unterstützen, das Bild von sich selbst zu klären und Identität sowie Selbstvertrauen zu erhalten. Ziel ist es, einen erklärbaren Zusammenhang zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu schaffen und damit ein stimmiges Selbstbild zu erhalten, mit welchem die jungen Menschen die bestmögliche Grundlage erhalten, um in ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu starten.

Um die betreuten jungen Menschen sowie die betreuenden Pädagog*innen innerhalb der haug&partner unternehmensgruppe in der Biografiearbeit zu unterstützen, erhält jeder betreute junge Mensch bei Betreuungsbeginn künftig das Set „Lebensordner und Biografieordner“: Der Lebensordner dient den jungen Menschen als organisierter Ablageort für alle persönlichen Unterlagen. Der Biografieordner zielt auf die Biografiearbeit mit dem jungen Menschen ab und dient als persönliches Biografiearchiv. Das Set gehört von da an ihm und soll ihn auf seinem weiteren Lebensweg begleiten. Bei einem Wechsel des Lebensortes sollen die Ordner von den jungen Menschen mitgenommen und weitergeführt werden.

Mit diesem Ordnerset möchte die haug&partner unternehmensgruppe einen Beitrag in der Erarbeitung der persönlichen Lebensgeschichte leisten und damit die jungen Menschen in der Entwicklung zu einer selbstbestimmten Persönlichkeit unterstützen.

Bei der Bearbeitung der Ordner werden die jungen Menschen in einer vertrauten Beziehung und Atmosphäre von den pädagogischen Fachkräften innerhalb der haug&partner unternehmensgruppe unterstützt und begleitet.


Digitale Herausforderung: Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen

Die digitale Veränderung in unserer Welt, hat auch eine Veränderung in der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen zur Folge. Smartphone, im Internet surfen oder digitale Spiele – digitale Medien sind längst ein fester Bestandteil im Leben der jungen Menschen geworden und stehen 24 Stunden zur Verfügung.

Dies macht eine klare Regelung und Hinführung der jungen Menschen an die digitalen Medien durch die Erwachsenen notwendig. Kinder müssen an die Nutzung der digitalen Medien herangeführt und begleitet werden. Steffen Heil -Vorsitzender der Auerbach Stiftung- empfiehlt: „…. die Kleinen nicht nur in der analogen, sondern auch in der digitalen Welt von Anfang an aktiv zu begleiten. Nur so erlangen Kinder die richtige Konsumkompetenz bei der Nutzung digitaler Medien. Es ist wichtig, Kinder von Anfang an für den richtigen und maßvollen Umgang mit digitalen Geräten zu sensibilisieren.“ Ähnlich dem langsamen Heranführen an den Straßenverkehr, müssen auch die Kinder an die digitalen Medien herangeführt, begleitet und angeleitet werden. Mit Blick auf die Studienergebnisse der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, in der festgestellt worden ist, dass 22,4 Prozent der 12- bis 17-Jährigen bundesweit einen problematischen Medienkonsum haben und weitere 5,8 Prozent bereits von einer computerspiel- und internetbezogenen Störung betroffen sind, wird die Bedeutung dieses Themas offensichtlich.

Wie kann nun eine Heranführung der Kinder an die Medien erfolgen. Hierbei können die Empfehlungen der BZgA für den Medienkonsum in Familien hilfreich sein:

  • Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind verbindlich Zeiten für die Nutzung digitaler Medien.
  • Interessieren Sie sich für die digitalen Aktivitäten Ihrer Kinder – lassen Sie sich davon berichten, nehmen Sie Anteil oder spielen Sie gegebenenfalls mit.
  • Seien Sie authentisch und halten Sie sich auch selbst an vereinbarte Zeiten.
  • Planen Sie gemeinsame Aktivitäten: Das können Gesellschaftsspiele, sportliche Aktivitäten, Ausflüge oder Spaziergänge sein. Was immer der Familie zusammen Spaß macht: Bei diesen Aktivitäten sollten digitale Medien für alle tabu sein.
  • Auch beim gemeinsamen Essen und während einer Unterhaltung sollten digitale Medien Pause haben. Schenken Sie Ihrem Kind Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Das ist ein wertvolles Geschenk für Ihr Kind.

Für die Mediennutzungsdauer gibt es entsprechend dem Alter von Kindern folgende Regeln, die als Orientierung dienen können:

  • Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren: keine Bildschirmmedien nutzen
  • Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren: höchstens 30 Minuten täglich
  • Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren: höchstens 45 bis 60 Minuten täglich

Entsprechend dem Schwerpunktthema: „Digitale Herausforderungen, Chancen und Perspektiven“ der haug&partner unternehmensgruppe leiten die Pädagogen*innen aus den Betreuungsangeboten der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend-, Familienhilfe gGmbH die betreuten, jungen Menschen an und führen diese an die unterschiedlichen digitalen Medien, dem Alter entsprechend, an. Ziel ist den jungen Menschen einen angemessenen und sinnvollen Umgang mit digitalen Medien beizubringen und hierbei auch die positiven Effekte von digitalen Medien zu nutzen.

 


Ramadan – Interkulturelles Zusammenleben in der Familienwohngruppe Viernheim

Seit 2015 leben in der Familienwohngruppe Viernheim der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH zwei afghanischen Brüder zusammen mit weiteren betreuten jungen Menschen und den Pädagog*innen.

Entsprechend der Konzeption und der Haltung in der Familienwohngruppe Viernheim gab es von Beginn an keinerlei Schwierigkeiten, Wege für die verschiedene Lebensformen zu finden, andere Auffassungen zu akzeptieren und in den Alltag zu integrieren. So ist z.B. Schweinefleisch fast gänzlich von dem Speiseplan der Familienwohngruppe gewichen. Täglich gibt es, neben vegetarischem Essen (hier findet die Überzeugung einiger zu Betreuender aber auch die der Pädagog*innen ihre Berücksichtigung), zusätzlich weitestgehend halal-konformes Essen.

Die Integration des Ramadan -des Fastenmonats der Muslime- fand in den Jahren, die die Brüder in der Familienwohngruppe lebten, ebenso statt. In diesem Jahr mit dem Unterschied, dass erstmals auch der jüngere Bruder im Rahmen des Ramadans fastete. Wie in den letzten Jahren stellten die Pädagog*innen ein ausgiebiges Essen am Abend für die Geschwister zurück. In diesem Jahr entwickelte sich aber die Motivation bei den beiden Brüdern, sich am Abend selbst gemeinsam ein eigenes Essen vor- und zuzubereiten. So wurde die Küche in der Familienwohngruppe in den späteren Abenden bis zum Ende des Ramadans am 13.05.2021 noch einmal ordentlich belebt. Teilweise kommt es zu Verkalkulationen in der Zubereitungszeit. Zudem gibt es immer wieder kleinere Konflikte und Unstimmigkeiten, zwecks der Rezepte. Dennoch verbringen die beiden Brüder deutlich mehr Zeit miteinander, haben Spaß am Kochen entwickelt, scherzen gemeinsam, finden zueinander.

Afghanische Kochbücher laden die Beiden ein, altbekannte Rezepte nachzukochen. Nicht selten wecken die unbekannten orientalisch-asiatischen Düfte am Abend bei den anderen Mitbewohner*innnen  Interesse und auch Gelüste, sodass das Kochen zu einem gemeinsamen Happening auch für nicht-muslimische Mitbewohner*innen wird. Zur Freude aller schmecken die Speisen meist lecker. Über Fehlversuche und angebrannte Speisen kann zusammen meist geschmunzelt und gelacht werden, mit etwas Unterstützung findet sich immer eine Lösung oder Alternative.

Inhaltlich kann der Ramadan, auch glaubensunabhängig, im Familienwohngruppenalltag genutzt werden, um den dahinterstehenden Werten Raum zu geben. So ist das Thema Gemeinschaft, Versöhnung, Dankbarkeit, Beisammensein, aber auch Verzicht in den letzten Wochen besonders präsent und lädt immer wieder dazu ein, hierauf Bezug zu nehmen.

Entsprechend der Rahmenkonzeption der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH wird an diesem Beispiel die Haltung deutlich, dass „….jeder junge Mensch ein Recht auf eine positive Persönlichkeitsentwicklung in den Betreuungsangeboten hat und hierzu im Besonderen auch die Ausübung der Religionsfreiheit gehört.“


Virtuelle Regionaltagung der h&p Rheinland-Pfalz/ Hessen gGmbH

Auch während der derzeitigen Pandemie wurde in der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH die erste Regionaltagung des Jahres 2021 für die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, sowie für Hessen durchgeführt. Aufgrund der geltenden Corona-Beschränkungen konnte die Regionaltagung nicht in den Büroräumen in Wiesbaden durchgeführt werden, sondern wurde in Form einer Videokonferenz online abgehalten. Das Format war passend zum Jahresthema 2021 der haug&partner unternehmensgruppe „Digitale Herausforderungen, Chancen und Perspektiven“.

Die Regionalleitung Hessen -Frau Sandra Groß – und die Regionalleitung Rheinland-Pfalz / Nordrhein-Westfalen -Frau Martina Müller- hatten diese Veranstaltung geplant und dazu eingeladen.

Zur Vorbereitung auf das Treffen haben die Kooperationspartner*innen der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH sich mit einem empfohlenen Webinar auseinandergesetzt und das Buch „Mach Deinen Medienführerschein“ zur Ansicht und weiteren Verwendung erhalten.

Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH -Herrn Jens Scharmann- entwickelte sich eine interessante Diskussion zu dem Thema „Mediennutzung“ im Alltag und in den Betreuungen der jungen Menschen in den Erziehungsstellen und Familienwohngruppen. Es fand ein reger Austausch zu dem Umgang mit den unterschiedlichen Medien statt. Darüber hinaus wurden praktische Tipps und Anregungen untereinander ausgetauscht. Deutlich wurde, dass das Thema der Medien in dem Alltag der Angebote in häuslicher Gemeinschaft von großer Bedeutung ist und es seine Berücksichtigung in der täglichen Arbeit mit den jungen Menschen finden muss.

Die Entscheidung der haug&partner unternehmensgruppe zu dem Schwerpunktthema „Digitale Herausforderungen, Chancen und Perspektiven“ wurde von allen Teilnehmer*innen an der Regionaltagung begrüßt und die Bedarfe in diesem Bereich werden gesehen. Die h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH wird weiter mit unterschiedlichen Inputs und Tagungen an dem Jahresthema arbeiten, um sowohl die Kooperationspartner*innen als auch die jungen Menschen in ihren Kompetenzen zu schulen und zu fördern.

Die erste virtuelle Regionaltagung wurde von Frau Müller, Frau Groß und Herrn Scharmann als durchaus gelungen empfunden. Dennoch wünschen sich alle Beteiligten das persönliche Wiedersehen, welches dann unter Umständen bei der zweiten Regionaltagung im Hebst möglich sein wird.


Gemeinsam für Nepal – finanzielle Unterstützung seitens der h&p Rheinland-Pfalz/Hessen gGmbH für die Govinda e.V.

Seit diesem Jahr unterstützen die albakademie GmbH, die h&p Baden-Württemberg gGmbH, die h&p Reinland-Pfalz/Hessen gGmbH, die h&p Sachsen gGmbH und die conneXX GmbH das Projekt „Girls Hostel“ der Govinda e.V. in Kalikatar, Nepal mit der Übernahme der jährlichen Gesamtkosen von 14.000 Euro.

1998 wurde die Govinda e. V. von fünf Krankenpfleger*innen aus Aalen gegründet. Ziel der Gründer*innen war es, ein Waisenhaus in Nepal aufzubauen, welches 15 Kinder beherbergen kann. Bis heute haben sich aus diesem Anfangsziel insgesamt neun Projekte entwickelt: Mittlerweile gibt es neben 700 Mitglieder und Paten, viele junge aktive Mitglieder in den Aktionskreisen in Deutschland und der Schweiz. Bisher unterstützt Govinda e.V. etwa 8000 Menschen in unterschiedlichen Projekten und beschäftigen 80 nepalesische Angestellte. Die Projekte sollen die Menschen befähigen, selbstständige, mündige und kritische Bürger*innen der nepalesischen Gesellschaft zu sein, sich in ihr integriert zu wissen und sie aktiv mitzugestalten. Dafür hat Govinda e.V. bereits mehrere Schulen gebaut, ein Ausbildungszentrum installiert und ein innovatives Reintegrationsprogramm gestartet.

Darüber hinaus wurde 2014 die Shangri-La Development Association (SDA) als nepalesischer Partnerverein von Govinda e.V. gegründet. Diese führt ehemalige Kinder des Waisenhauses nach ihrer Ausbildung bzw. ihrem Studium an Tätigkeiten als Entwicklungsmitarbeiter im eigenen Land heran.

Das Projekt „Girls Hotel“ ist ein Bildungshaus, in welchem derzeit 15 Mädchen leben. Durch das Leben in dem Haus wird den Mädchen ein täglicher Schulbesuch in der im Dorf vorhandenen Schule ermöglicht. Von ihren eigentlichen Heimatdort liegt die Schule bis zu drei Stunden Laufdistanz entfernt, sodass den Mädchen dort kein Schulbesuch möglich wäre. In dem Bildungshaus werden den Mädchen auch weitere Ausbildungs- und Schulungsmöglichkeiten z.B. im landwirtschaftlichen Bereich geboten.

Die h&p Baden-Württemberg gGmbH, die h&p Reinland-Pfalz/Hessen gGmbH, die h&p Sachsen gGmbH, die conneXX GmbH und die albakademie GmbH freuen sich, Govinda e.V. in diesem tollen Projekt unterstützen zu können!


Pädagog*innen zur Gründung einer Erziehungsstelle oder Familienwohngruppe gesucht

Zur Erweiterung unserer Betreuungsstellen in Rheinland-Pfalz / Hessen / NRW suchen wir:

Sozialpädgog*innen/Erzieher*innen/Jugend- und Heimerzieher*innen

(oder vergleichbare Fachausbildungen),

die eine Erziehungsstelle oder Familienwohngruppe in ihrem eigenen Haushalt eröffnen möchten und somit Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben möchten, in einem Angebot in häuslicher Gemeinschaft aufzuwachsen.

Angebote in häuslicher Gemeinschaft:

Ist die vollstationäre Unterbringung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe im eigenen Haushalt mindestens einer pädagogisch ausgebildeten Fachkraft auf den Grundlagen des SGB VIII §§ 27 ff.

Angebote in häuslicher Gemeinschaft sind:

  • Erziehungsstellen hier leben 1-2 Kinder/Jugendliche mit im Haushalt.
  • Familienwohngruppen hier leben 3-4 Kinder/Jugendliche mit im Haushalt.

Der Betreuungsschlüssel ist jeweils 1:2. Dies bedeutet, dass eine pädagogisch ausgebildete Fachkraft maximal zwei junge Menschen betreuen kann.

Kinder oder Jugendliche im eigenen Haushalt betreuen:

  • Ein pädagogisches Angebot, das Leben und Arbeit miteinander verbindet.
  • Als VerantwortlicheR einer Erziehungsstelle oder Familienwohngruppe betreuen Sie Kinder und Jugendliche im eigenen Haushalt und im privaten Umfeld:
  • Sie können ihren Beruf zu Hause ausüben und somit Beruf und Alltag miteinander verknüpfen.
  • Sie bringen die Bereitschaft mit, dem jungen Menschen eine tragfähige und intensive Beziehung anzubieten und ihn auf seinem Lebensweg ein Stück zu begleiten.
  • Sie stellen sich der Herausforderung, Kinder und Jugendliche mit besonderen Erziehungsbedarfen zu betreuen und begleiten die jungen Menschen zuverlässig durch vielfältige Phasen ihrer Entwicklung.

Die Rahmenbedingungen

  • Sie sind Erzieher*in, Sozialpädagog*in oder haben eine vergleichbare sozial-pädagogische Qualifikation.
  • Sie gestalten Ihren pädagogischen Lebensalltag eigenverantwortlich im Rahmen der konzeptionellen Vorgaben.
  • Sie arbeiten freiberuflich und schließen einen Kooperationsvertrag mit h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH.
  • Sie arbeiten in enger Kooperation und unter Anerkennung der Trägervorgaben mit dem Träger Hand-in-Hand.
  • Ihre gesamte Familie muss den Auftrag mittragen.
  • Sie haben Toleranz, Flexibilität, Humor, Durchhaltevermögen, Konfliktfähigkeit und Erziehungskompetenzen.

Was Ihnen h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH als Träger bietet:

  • Ein dieser anspruchsvollen Tätigkeit angemessenes Honorar
  • Regelmäßige Beratung und sofortige Unterstützung in Krisen durch den Fachdienst
  • Anfragemanagement
  • Einbindung in ein Netz von anderen Betreuungsstellen
  • Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung, zum Austausch und zur externen Supervision
  • Konzeptionelle Weiterentwicklung, Qualitätsmanagement,
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Unterstützung bei Verwaltungsaufgaben, Dokumentation Versicherungsleistungen

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung, die Sie uns auch gerne per Mail übersenden können.

Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an:

h&p Rheinland-Pfalz / Hessen gGmbH

  1. Hd. Geschäftsführer Herrn Jens Scharmann

Hagenauer Straße 17-19

65203 Wiesbaden

Email: j.scharmann@hup-jugendhilfe-rphe.de

Bei Fragen können Sie sich unter der Rufnummer: 0611-72 47 65 50 an uns wenden.

 


Digitale Herausforderung: „Fake-News“ in den Betreuungsangeboten

Der Alltag in den Betreuungsangeboten der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH wurde in dem Jahr 2020 auf den Kopf gestellt.

Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen und den damit verbundenen Lockdown, waren Schulbesuche nicht oder nur noch eingeschränkt für unsere Betreuten möglich, viele Freizeitangebote, das Vereinsleben und ähnliches waren für unsere jungen Menschen nicht mehr durchführbar. Soziale Kontakte und Gesprächstermine waren nicht mehr in dem üblichen Rahmen möglich und es mussten dafür andere Wege gefunden werden. Damit veränderte sich das Medienverhalten in den Betreuungsstellen zunehmend. Unsere jungen Menschen nutzten verstärkt das Internet, Messenger-Dienste und weitere andere technische Möglichkeiten, um in Kontakt mit ihren Freuden; Verwandten, Eltern usw. zu bleiben.

Die Entwicklung in dem Jahr 2020 hat der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH aufgezeigt, immer auch den Blick auf die digitale Entwicklung zu legen und diese in dem Bereich der Medienerziehung mit unseren Betreuten zu berücksichtigen.

Als ein nicht unbedeutender Aspekt sind an dieser Stelle die sogenannten „Fake-News“ zu nennen. Über den Zugang zu sozialen Netzwerken und anderen sozialen Medien werden die jungen Menschen zusehends mit Nachrichten konfrontiert, die nicht der Wahrheit entsprechen. „Fake-News“ ähneln sehr den klassischen Nachrichtenbeiträgen und wirken hierüber seriös und zutreffend. Es handelt sich dabei aber auch um Verschwörungstheorien und extreme politische Ansichten.

h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH stellt sich der Verantwortung und wird die jungen Menschen über diese fälschlichen Informationen aufklären und dabei unterstützen, eine Haltung diesen gegenüber einzunehmen.

Als Jugendhilfeträger müssen und wollen wir uns immer wieder den digitalen Herausforderungen stellen. Es gilt dabei aber nicht nur die Gefahren, die der Blick ins Internet mit sich bringen könnte, aufzugreifen. Es gilt auch die Chancen, welche die Digitalisierung eben auch mit sich bringt, in den Betreuungsangeboten zu nutzen und sinnvoll einzusetzen. Dies wurde auch durch das Jahresthema der haug&partner unternehmensgruppe „Digitale Herausforderungen, Chancen und Perspektiven“ bestätigt und wird in dem Jahr 2021 in der Zusammenarbeit zwischen allen Pädagogen*innen der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH immer wieder als Thema aufgegriffen werden.


Rückblick in das vergangene Jahr der Unternehmensgruppe: Jahresbericht 2020

Auch in der haug&partner unternehmengruppe war das Jahr 2020 geprägt von der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen auf die (pädagogische) Arbeit ihrer Einzelunternehmen. Im Zusammenhang mit den damit verbundenen Herausforderungen hätte das Jahresthema der Unternehmensgruppe „Werte“ im Vorfeld nicht treffender ausgewählt werden können.

Im vorliegenden Jahresbericht 2020 möchte die haug&partner unternehmensgruppe und ihre Einzelunternehmen Sie gerne über die Aktivitäten, Veränderungen und Entwicklungen des vergangenen Jahres informieren und einen umfangreichen Einblick in ihre Arbeit geben.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die schöne und zuverlässige Zusammenarbeit in dem vergangenen, herausfordernden Jahr und blicken zuversichtlich auf das Jahr 2021.

Den Jahresbericht finden Sie auf der Homepage der haug&partner unternehmensgruppe oder hier direkt zum downloaden: Jahresbericht_2020.pdf (152 Downloads)


Pädagogisches Handeln in den Betreuungsstellen: Die Suche nach dem „Guten Grund“

In dem pädagogischen Alltag begegnen den Pädagogen*innen aus den unterschiedlichen Betreuungsangboten der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH bei vielen Kindern und Jugendlichen eine chronische Übererregung, ein ständiges „auf-der-Hut-sein“ sowie ein andauerndes Misstrauen. Die jungen Menschen zeigen sich „überwach“ und schnell bereit, auf die kleinsten vermeintlichen Gefahrenanzeichen in ihrem Alltag mit Verteidigungsreaktionen, Flucht bzw. Kampf zu reagieren. Grund hierfür sind in vielen Fällen traumatische Erlebnisse, die in ihrem jungen Leben Raum einnahmen.

Für die pädagogischen Fachkräfte in den Betreuungsangeboten der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH bedeutet dies, immer wieder neue Wege mit und für die jungen Menschen zu gehen und hierdurch einen „sicheren Ort“ für die betroffenen jungen Menschen zu eröffnen. Vor allem müssen sich die Pädagogen*innen aber mit den Betreuten gemeinsam auf die Suche nach dem „Guten Grund“ begeben.

Mit dem „Guten Grund“ ist gemeint, dass man davon ausgehen darf, dass jedes noch so herausfordernde Verhalten unserer traumatisierten Schutzbefohlenen, einst dazu diente, eine von ihnen als lebensbedrohlich wahrgenommene Situation auszuhalten. Emotionale oder physische Vernachlässigung, körperliche oder seelische Misshandlung und Missbrauch wurden zum Ursprung der Verhaltensweisen, die zur Überlebensstrategie wurden. Damit verdienen sie Anerkennung als Expert*innen für ihre Situation und die pädagogischen Fachkräfte dürfen hierbei zunächst zum Lernenden werden.

Es gilt dann im nächsten Schritt, den jungen Menschen im pädagogischen Alltag zu vermitteln, dass dieses Verhalten einst richtig, wichtig und auch notwendig war – heute aber nicht mehr hilfreich, sondern eher hinderlich ist.

Eigentlich gehört dieses auffällige Verhalten sogar wertgeschätzt, was zunächst absurd klingen mag ohne das Wissen um traumapädagogische Zusammenhänge. Besonders dann, wenn die Verhaltensweisen mit Aggressionen in Form von Beleidigungen oder körperlichen „Ausrastern“, Lügen und Diebstahl in Verbindung gebracht werden müssen.

Hier benötigte es eine hohe pädagogische Professionalität in den Betreuungsangeboten, um nicht in die Falle der Gegenübertragung zu geraten. Die Übertragung traumatischer Erfahrungen als pädagogische Fachkraft abzubekommen, lässt sich nicht vermeiden und das ist auch gut so. Denn damit eröffnet sich uns der Einblick in die Verletzungen, der uns anvertrauten Betreuten. Mit diesem Einblick ergibt sich auch die Möglichkeit zu unterstützen.

Die h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH kann die Fakten in den Biografien der betreuten jungen Menschen zwar nicht ändern, aber die Pädagogen*innen der Betreuungsangebote können einen guten Umgang damit in dem pädagogischen Alltag implementieren. Die Fachkräfte können anerkennen, was der junge Mensch geleistet hat und sein Verhalten als gesund anerkennen, bezogen auf Ereignisse die ungesund waren. Den Kindern und Jugendlichen wird vermittelt „Es ist gut so wie Du bist!“ und zwar solange, bis sie es selbst auch fühlen, denn es nur zu sagen genügt nicht.

Wir können versuchen ihr Handeln zu verstehen, ohne mit dem Verhalten einverstanden zu sein. Denn das ist definitiv nicht gleichbedeutend!

Postkarten-Set „Kinderrechte“

1989 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Mittlerweile wurde dieses Dokument von fast allen Staaten der Erde unterzeichnet.

Auch der haug&partner unternehmensgruppe ist es ein zentrales Anliegen die Bedeutung der Kinderrechte zu betonen. Deshalb hat sie zum Jahr der Werte ein Postkarten-Set erstellt, das Grüße mit einer wichtigen Botschaft versendet.

Auf fünf Postkartenmotiven finden sich zentrale Kinderrechte wieder:

Das Recht auf Gleichbehandlung

(UN-Kinderrechtskonvention Artikel 2 und 4)

Das Recht auf Fürsorge

(UN-Kinderrechtskonvention Artikel 5, 7, 9 und 18)

Das Recht auf Bildung

(UN-Kinderrechtskonvention Artikel 28)

Das Recht auf Spiel und Freizeit

(UN-Kinderrechtskonvention Artikel 31)

Das Recht auf freie Meinungsäußerung und Beteiligung

(UN-Kinderrechtskonvention Artikel 12 und 13)

Die Postkarten werden an alle jungen Menschen, die in den Angeboten der haug&partner unternehmensgruppe betreut werden, verteilt.

Viel Freude beim Versenden der Karten!


Regionaltreffen Kreis Bergstraße

h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH begleitet über die Fachberatungen die Angebote in häuslicher Gemeinschaft und unterstützt die Pädagogen*innen vor Ort in allen Belangen der Betreuungsarbeit. Neben der fachlichen Begleitung der einzelnen Betreuungsstellen wird auch eine regionale Vernetzung der einzelnen Erziehungsstellen / Familienwohngruppen umgesetzt. In einem Abstand von zwei bis drei Monaten finden in den Regionen, in welchen mehrere Betreuungsstellen beheimatet sind, regionale Treffen statt. Man trifft sich in einer der Betreuungsstellen oder in einem angemieteten Raum und tauscht sich zu aktuellen Themen aus unterschiedlichen Bereichen aus. Die Regionalleitung und eventuelle Fachberatung ist bei diesem Treffen anwesend und leitet das Treffen.

In diesem Monat fand das Regionaltreffen „Bergstraße“ statt. Die Betreuungsstellen Gorxheimertal, Birkenau, Viernheim und Brombach haben sich auf dem Außengelände -idyllisch am Teich- der Erziehungsstelle Brombach, unter Einhaltung der Hygienevorschriften, getroffen. Frau Dold, die neue Fachberaterin in Hessen und Vertretungskraft von Frau Groß, wurde allen Kooperationspartner*innen vorgestellt. In der kleinen Runde wurde sich über aktuelle Themen des Alltags ausgetauscht, beraten und unterschiedliche Sichtweisen diskutiert. Das Treffen wurde positiv aufgenommen und es sind bereits weitere Treffen geplant.


Bericht über die Kanu-Tour in den Sommerferien

In der Zeit vom 13.-16.07.2020 waren die Mitarbeiter*innen einer unserer Wohngruppen mit den Betreuten auf einer Kanutour auf der Lahn. Hier ein kleiner Bericht über diese Tour:

Am ersten Tag der Kanu-Tour hatten die jungen Menschen zusammen mit ihren Betreuer*innen das längste Stück Wegstrecke der Kanu-Tour vor sich: 17 Flusskilometer von der Kanubasis in Gießen bis zum ersten Zeltplatz „Eiserne Hand“ in Wetzlar. Bei 30°C im Schatten, hatten sich alle Beteiligten doch einiges vorgenommen. Schnell hatte die Gruppe den Dreh raus, wie die Boote gesteuert werden und man kam langsam, aber stetig voran. Ein Highlight waren die Bootsrutschen und Wehre, die von den Bootsfahrern in Gießen und Wetzlar passiert wurden und auch die erste Schleuse wurde an diesem Tag durchfahren. Ein großes Hindernis tat sich in Naunheim auf: die Schleuse war gesperrt! Mit gesammelter Körperkraft mussten die Boote aus dem Wasser gehoben, um die Schleuse herum getragen und auf der anderen Seite wieder ins Wasser gelassen werden. Ein wirklich anstrengendes Unterfangen, vor allem, wenn man schon so viele Stunden auf dem Wasser unterwegs gewesen ist.

An den individuellen Entwicklungszielen der Betreuten konnte spielerisch „nebenher“ gearbeitet werden: So spürten die Betreuten Kinder und Jugendlichen, dass Kanufahren ein Teamsport ist, der nur funktioniert, wenn jede*r seine*n Anteil dazu beiträgt. Auch die Frustrationstoleranz wurde geschult, wenn das Steuern oder Vorankommen mal nicht so gut lief, wie erhofft. Auch dass das Kanufahren kein Wettrennen mit Gewinnern und Verlierern ist, wurde nach und nach gelernt. Umso länger die Fahrt an diesem Tag dauerte und umso anstrengender es für die jungen Menschen auch körperlich wurde, desto größer wurde der Gruppenzusammenhalt. Die Kinder und Jugendlichen genossen die Bewegung und die traumhafte Landschaft der Lahn und waren alle sehr stolz, als um 21 Uhr endlich der Zeltplatz erreicht wurde.

Am zweiten Tag lag nur eine kürzere Strecke vor der Reisegruppe: 10km von Wetzlar bis Solms-Oberbiel zu dem wunderschönen Zeltplatz „Schohleck“, wo man in einem echten Indianertipi die nächsten Nächte verbringen sollte. Nachdem einige noch mit dem Muskelkater vom ersten Tag zu kämpfen hatten, war die kürzere Strecke eine Wohltat. Am Nachmittag kam die Gruppe am Zeltplatz an und die Betreuten hatten Spaß am Lagerleben, dem Plantschen in der Lahn und Lagerfeuer mit Grillen am Abend zwischen den Tipis. Auch Freundschaften zu anderen zeltenden Jugendlichen waren schnell geknüpft.

Am Mittwoch war dann ein Tag Ruderpause. An diesem Tag standen Ausflüge in die Umgebung des Campingplatzes, der Besuch eines Zoos und das Planschen in einem Freibad auf dem Programm. Abends gab es wieder Lagerfeuer und sobald es dunkel wurde, unternahmen die Betreuer*innen mit den jungen Menschen eine Nachtwanderung in den dunklen Wald. Obwohl dieser ganz schön gruselig war, haben es alle wieder zurück in ihre Schlafsäcke geschafft.

Donnerstags war ursprünglich eine Strecke von über 20km geplant. Aber die Erfahrung von Montag hatte gezeigt, dass das zu viel sein würde und die Motivation mancher Kinder neigte sich dem Ende zu. Als dann noch der Regen kam und stärkerer Regen gemeldet wurde, beschloss die Gruppe die Tour am nächsten Ausstiegspunkt vorzeitig zu beenden.

Im Fazit waren alle Kinder glücklich, die Tour bewältigt zu haben und an ihre körperlichen Grenzen gebracht worden zu sein. Sie haben die intensive Zeit mit ihren Betreuer*innen genossen: Vor allem auch die gemeinsamen Nächte im Tipi. Die Kinder haben schon nach der nächsten Kanutour gefragt.


Die Wohngruppe macht einen Ausflug der etwas anderen Art

In Hessen haben die Sommerferien begonnen. Eigentlich war, wie im letzten Jahr, von der Wohngruppe eine Reise in die Niederlande an die Nordsee geplant. Aber, durch die vor einigen Wochen noch bestehenden Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie, musste diese Reise abgesagt werden. Sowohl die betreuten jungen Menschen als auch die Betreuer*innen der Wohngruppe hoffen, dass die Reise im nächsten Jahr nachgeholt werden kann. Die Feriengestaltung und die Gestaltung von Unternehmungen in der Wohngruppe mit den betreuten jungen Menschen sind durch die Auflagen, die mit der Gefahr für eine Corona-Infektion verbunden sind, doch ein wenig eingeschränkt. Trotzdem wird von dem Team der Pädagogen*innen der Wohngruppe das gute Wetter für Ausflüge und Unternehmungen auch in der unmittelbaren Nähe der Wohngruppe genutzt.

An einem sehr schönen sonnigen Tag stand ein Fotoshooting mit den Pferden der Reittherapeutin auf dem Programm. Die Pferde sind in einem Stall auf dem Wohngruppengelände untergebracht und bilden einen Teil des tiergestützen Angebotes der Wohngruppe. Vier Stunden dauerte der Ausflug. Auf einer Blumenwiese, unweit zu der Wohngruppe, entstanden am Ende knapp 3000 Bilder von den beteiligten Jugendlichen der Wohngruppe, den Pferden und der Landschaft. Auch das ein oder andere Bild der Betreuer*innen, die den Ausflug begleitet haben, war am Schluss zu sehen. Hauptsächlich waren die Mädchen der Wohngruppe involviert, da die männlichen Betreuten wenig Lust auf ein Fotoshooting hatten. Die Mädchen haben sich schon lange auf das Shooting gefreut und sind morgens extra früh aufgestanden, haben die schönsten Kleider aus ihren Schränken ausgesucht, sich die Haare gemacht und sich gegenseitig geschminkt. Am Ende des Tages sind viele schöne Bilder entstanden, die jetzt im Wohnzimmer der Wohngruppe aufgehängt werden und somit die Gruppe verschönern.

Am Ende des Shooting-Tages waren alle glücklich und zufrieden.


Die Haltung der haug&partner unternehmensgruppe in Corona-Zeiten

Nach dem vollständigen Lock-Down in der ersten Phase der Coronakrise sind nun schrittweise Öffnungen erfolgt und es sind wieder mehr persönliche Begegnungen möglich. Die Regelungen sind in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich; z.T. unterscheiden sie sich auch in einzelnen Landkreisen. Anliegen der haug&partner unternehmensgruppe ist es, in dieser Zeit umsichtig zu agieren und gleichzeitig den rechtlichen Vorgaben zu entsprechen.

Balance halten

Die haug&partner unternehmensgruppe ist sich bewusst, dass weiterhin alle persönlichen Begegnungen ein Risiko bergen; gleichwohl ist der sozialpädagogische Alltag geprägt von persönlichen Kontakten. Diese gilt es, entsprechend dem Gesundheitsschutz so zu gestalten, dass die Leistungserbringung für alle Beteiligten möglich ist. Hierfür sind alle Beteiligten sensibilisiert und fachlich angeleitet.

Das gemeinsame Anliegen aller ist es daher, persönliche Kontakte auf das Maß reduziert zu halten, das erforderlich ist, um einerseits eine gute Qualität der Betreuung der Kinder und Jugendlichen sicherzustellen und andererseits eine möglichst hohe Sicherheit zu gewährleisten. Dies bedeutet, dass in der haug&partner unternehmensgruppe wieder alle Leistungen im direkten, persönlichen Kontakt umgesetzt werden. So sind die Fachdienste wieder persönlich vor Ort, um die Pädagog*innen fachlich zu begleiten, sowie den persönlichen Kontakt zu den jungen Menschen zu gewährleisten. Auch andere notwendige Termine wie Hilfeplangespräche oder Vor-Ort-Termine für Betriebserlaubnisverfahren werden durchgeführt; alle Hygienevorgaben und gesundheitssichernde Maßnahmen werden hierzu strikt umgesetzt: Abstand, Mundschutz, möglichst im Freien, keine geschlossenen Räume, häufiges Desinfizieren, kein Handschlag, …

Es wird dennoch bei allen Terminen zunächst geprüft, ob hierzu wirklich der persönliche Kontakt notwendig ist oder ob es über eine andere, mediale, Form vonstatten gehen kann.

 

Distanz halten

Wo immer möglich vermeidet die haug&partner unternehmensgruppe den direkten physischen Kontakt, aber nicht die soziale Begegnung und den Austausch.

Interne Besprechungen finden per Videokonferenz statt und werden teilweise häufiger durchgeführt, um auf neue Entwicklungen in guter und zeitnaher Abstimmung reagieren zu können. Weiterhin arbeiten so viele Personen wie möglich in der haug&partner unternehmensgruppe im homeoffice. Sie sind hierbei im steten Kontakt über Videokonferenz, Telefon und andere Medien.

Die Fachberatung und den persönlichen Kontakt der Träger zu den jungen Menschen erachtet die haug&partner unternehmensgruppe als notwendig, um auch in dieser weiterhin schwierigen Zeit im optimalen Austausch zu sein, die hohe Qualität der Betreuung sicherzustellen und zu unterstützen, sowie präventive Krisenintervention zu gewährleisten.. Soweit sinnvoll und umsetzbar werden diese persönlichen Gespräche im Freien durchgeführt. Der Mindestabstand von 1,5m zwischen den Personen wird jederzeit eingehalten. Bei der persönlichen Beratung werden Mund-Nasen-Schutz und Handschuhe getragen.

 

Kontakte der jungen Menschen

Auch in Bezug auf die Kontakte zu Eltern und Familien der jungen Menschen gilt es, möglichst den wichtigen Kontakt zwischen Eltern und ihren Kindern zu pflegen und gleichzeitig das Risiko einer Infektionskette auszuschließen. Daher wird hier mit den Eltern und den jungen Menschen geplant, was wirklich notwendig ist und ob es nicht andere Formen des Miteinanders gibt. Hier befolgt die haug&partner unternehmensgruppe die Vorgaben der jeweils zuständigen Landesjugendämter. sowie der Landesregierung. Entscheidungen werden in enger Abstimmung mit dem zuständigen Jugendamt, den Sorgeberechtigten, dem jungen Menschen und allen Beteiligten im Sinne des Kindeswohls getroffen.

Auch hier gilt, dass vorrangig die Gesundheit aller im Fokus bleibt.

 

Verlässlichkeit erfordert Flexibilität

Die haug&partner unternehmensgruppe ist ein verlässlicher Partner in unsicheren Zeiten. Daher sind enge Absprachen sowie Kenntnis über aktuelle Entwicklungen unabdingbar. Die Dynamik der Pandemie ist nicht voraussehbar und eine flexible Reaktion bleibt zwingend notwendig. Die Gesamtleitung und die Geschäftsführungen der haug&partner unternehmensgruppe sind in engem Austausch über neue Entwicklungen und reagieren in gemeinsamer Abstimmung. Die haug&partner unternehmensgruppe hat sich entschieden, dass die jährliche Gesamtveranstaltung am Jahresende 2020 nicht stattfinden kann. Denn es ist bereits jetzt absehbar, dass zu diesem Zeitpunkt eine sichere Durchführung mit einer so hohen Anzahl an Teilnehmenden noch nicht gewährleistet werden kann. Auch auf kleinere Gruppenveranstaltungen wie Regionaltagungen wird 2020 noch verzichtet.

 

Das Anliegen der haug&partner unternehmensgruppe ist es, alle betreuten jungen Menschen, deren Familien, die betreuenden sozialpädagogischen Fachkräfte und alle Mitarbeitenden der haug&partner unternehmensgruppe möglichst gut und sicher durch diese Krise zu begleiten. Hierzu gilt es, miteinander aufkommende Fragen und Anliegen auszuhandeln und gemeinsam Situationen zu gestalten. Es ist aber auch nötig, einen roten Handlungsfaden vorzugeben: Mit fürsorglichem Blick für die jungen Menschen, die betreuenden Pädagog*innen und ihren Familien, die Herkunftsfamilien der jungen Menschen sowie allen anderen Beteiligten sollen weiterhin alle persönlichen Kontakte auf deren Notwendigkeit geprüft werden.

Die aktuelle Situation gebietet noch Vorsicht und Umsicht. 

Im Juni 2020

 


Das Corona-Virus in den Betreuungsangeboten

Das Coronavirus führt in allen Bereichen der Gesellschaft zu besonderen Situationen, die jeden Einzelnen von uns, in unseren unterschiedlichen Rollen und Funktionen, betreffen und fordern. Auch in dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe stellt „diese Zeit“ die Pädagogen*innen vor Herausforderungen und der Alltag in den Erziehungsstellen, Familienwohngruppen und Wohngruppen ist ein anderer geworden. Die jungen Menschen in unseren Betreuungsstellen trifft die aktuelle Situation besonders: Kontaktsperren zu ihren Familien, Vermeidung von sozialen Kontakten und somit keine Treffen mit Freunden, kein Besuch der Schule. Die Gestaltung des Alltags innerhalb der „eigenen vier Wände“ lassen diese besondere Situation für unsere Betreuten nicht leichter werden. Die Pädagogen*innen aus den Erziehungsstellen, Familienwohngruppen und Wohngruppen sind besonders gefordert. Sie helfen den uns anvertrauten jungen Menschen mit ihrer Professionalität und einem großem Einsatz, verbunden mit einer enormem Flexibilität und kreativen Lösungen. Durch dieses Engagement der Pädagogen*innen wird den jungen Menschen geholfen, diese Zeit zu meistern und auch diese Zeit für ihre weitere Entwicklung zu nutzen.

Hier Praxisbeispiele aus den Betreuungsstellen:

Wir machen Schule – Homeschooling in der Familienwohngruppe:

Wir basteln/backen und sind kreativ:

Wir gehen viel mit unseren Betreuten raus in die Natur. Manchmal auch auf Entdeckertour:

In zwei unserer Familienwohngruppen gab es tierischen Nachwuchs. Die Kinder waren zum Teil dabei, als die Küken schlüpften und das Pony auf die Welt gekommen ist. Erlebnisse, welches den jungen Menschen sicherlich lange in Erinnerung bleiben werden und zu einer großartigen Ablenkung in dem derzeitigen Alltag beigetragen haben.   

 

In den nächsten Tagen und Wochen werden erste Lockerungen der Auflagen zu der Vermeidung der Ausbreitung des Corona-Virus erfolgen. Den Pädagogen*innen aus den unterschiedlichen Betreuungssettings ist es bisher sehr gut gelungen, die Situation zusammen mit den jungen Menschen zu meistern. Der Geschäftsführer der h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH – Herr Jens Scharmann – blickt mit Zuversicht in die kommenden Wochen und ist fest davon überzeugt, dass auch die nächsten Wochen so positiv von den Pädago-gen*innen gestaltet werden. Die Kinder und Jugendlichen erhalten weiterhin über ihre Betreuungsstelle die für sie notwendige Geborgenheit und Sicherheit und werden hierdurch „diese Situation“ meistern.


Kontakt zum zentralen Anfragemanagement der haug&partner unternehmensgruppe

Telefon: 07361/52 82 84 0 

oder die kostenfreie Rufnummer 0800 66 46 85 0

E-Mail: anfrage@haug-partner-unternehmensgruppe.de

Oder direkt über das Anfrageformular

 

Über das zentrale Anfragemanagement nimmt die haug&partner unternehmensgruppe die Belegungsanfragen von Jugendämtern und anderen anfragenden Institutionen/Personen entgegen. Zeitnah werden anschließend die Möglichkeiten einer bedarfsgerechten Unterbringung innerhalb der Unternehmensgruppe geprüft. Hierfür werden alle Kapazitäten innerhalb der Schwesterunternehmen berücksichtigt, um daraufhin gemeinsam mit der anfragenden Person zu klären, welches Angebot am besten geeignet scheint.

Informationen zu den jungen Menschen gewinnt das Anfragemanagement im telefonischen Austausch mit der anfragenden Person sowie durch die Auswertung der zur Verfügung gestellten Unterlagen.

Durch die enge Vernetzung mit den Verantwortlichen aller zu berücksichtigenden Stellen werden mehrere Faktoren wie die Persönlichkeit der Pädagog*innen, die Infrastruktur, die Erreichbarkeit notweniger Schulformen, die Gruppenzusammensetzung etc. miteinbezogen, um dann bedarfsgerechte Angebote machen zu können.

Den Kontakt zum zentralen Anfragemanagement finden Sie auch auf der Seite des zentralen Anfragemanagements der haug&partner unternehmensgruppe.


Impressionen zu der „Corona-Krise“ aus der Familienwohngruppe Winnweiler

In den Kontakten zwischen den Regionalleitungen und Fachberatungen der h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH zu den Erziehungsstellen und Familienwohngruppen kommt in der jetzigen besonderen Zeit immer wieder die Frage auf: „Wie werden die jungen Menschen in den Betreuungsstellen beschäftigt und wie wird der Alltag derzeit gestaltet?“

Die Familienwohngruppe Winnweiler hat diese Frage mit Bildern aus dem aktuellen Alltag beantwortet. Neben der Erarbeitung der Aufgaben, die durch die jeweiligen Schulen vorgegeben sind und der Durchführung der verschiedenen Dienste, die die jungen Menschen in der Familienwohngruppe zu erfüllen haben, wird dann die Freizeit genutzt.

    Fi. kocht eine Matschsuppe

    Fi beim Reiten

    La., Fi. und Al. beim Fernsehschauen (Schneewittchen)

     Orio, der Kater, ist adoptiert worden: Tag der offiziellen Papierübergabe und Aufnahme.

    WE ARE FAMILY…….Kuscheln!

  La. und Al. haben Stricklieseln gelernt

Viel nach Draußen gehen, im Garten arbeiten, Sport treiben, wandern gehen.

Der Geschäftsführer der h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH – Herr Jens Scharmann – freut sich, zusammen mit dem Team der Regionalleitungen und Fachberatungen, über den Ideenreichtum, der in den einzelnen Betreuungsstellen entwickelt wird, um diese besondere Situation für unsere anvertrauten jungen Menschen erträglich zu gestalten.


Ein neues Pony für die Familienwohngruppe Viernheim

In den Angeboten der häuslichen Gemeinschaft der h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH leben verschiedene große und kleine Tiere in dem häuslichen Umfeld mit und werden teilweise in die Betreuung der jungen Menschen mit einbezogen. Ein Teil der Betreuungsstellenleiter*innen hat eine Ausbildung in der tiergestützen Pädagogik und wendet dieses Wissen zusammen mit den dementsprechend ausgebildeten Tieren in ihrem Alltag mit den Kindern und Jugendlichen, die hierfür bereit und offen sind, an.

Auch die Familienwohngruppe Viernheim bietet den Kindern und Jugendlichen tiergestützte Angebote an, die ein fester Bestandteil im Alltag der Familienwohngruppe Viernheim sind. Neben Hund, Katze, Kaninchen, Hühnern und Enten gibt es in einem nahe gelegenen Pferdestall Shetlandponys und einen großen Kaltblutwallach. Der Schwerpunkt der Angebote liegt bei der pferdegestützten Interaktion. Das Pferd als sensibles und empfängliches Tier spiegelt menschliche Verhaltensweisen ungefiltert und auf eine ehrliche Art wider. Dies ermöglicht eine Selbstreflektion des eigenen Handels. Hinzu kommt die Fähigkeit auf die Korrektur des menschlichen Fehlverhaltens unmittelbar zu reagieren und somit eine positive Verstärkung der eigenen Veränderungsmotivation zu bewirken, was in der zwischenmenschlichen Interaktion so oft nicht möglich ist. Der Familienwohngruppenleiter hat eine reitpädagogische Ausbildung. Er arbeitet mit Elementen des Natural Horsemenship und des Marte Meo, welches artgerecht einen adäquaten Umgang mit Pferden strukturiert und nachvollziehbar vermittelt und zudem das eigene Wirken fördert. Da in der aktuellen Belegung das Interesse am klassischen Reiten unter den jungen Menschen zunehmend steigt und die zu Betreuenden schnell den kleinen Shetlandponys „entwachsen“, kam die Überlegung auf ein weiteres Pony aufzunehmen, welches das vierbeinige Team unterstützt. Zu berücksichtigen war neben der Eignung (angenehmes Temperament, Kinderfreundlichkeit) auch die Größe und Ausbildung.

In einer kleinen Reitschule bei Hamburg wurde man schließlich fündig: Fìna ist eine Islandpferdstute, welche bereits einige Monate in der Arbeit mit Kindern Erfahrungen sammeln konnte und zudem eine gute Reitausbildung erfahren hatte. Sie ist sowohl von Kindern, aber auch von Erwachsenen zu reiten. Aktuell befindet sie sich noch in der Eingewöhnungsphase. Fìna genießt bereits lange und ausgiebig Striegel-Einheiten und gewinnt durch ihr sehr menschenbezogenes Wesen schnell die Herzen der Kinder.


Feuer und Flamme für die Kinderfeuerwehr

Zunehmend beklagt die Feuerwehr den mangelnden Nachwuchs in ihren Reihen. Eine Erziehungsstellenleiterin der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH hat sich deshalb entschlossen, im Bereich der Nachwuchsarbeit ihre örtliche freiwillige Feuerwehr zu unterstützen und gründete eine Bambini-Feuerwehrgruppe in ihrem Dorf. Im Januar ging es los und die ersten Gruppenstunden der Bambini-Feuerwehr wurden gehalten. Neben Kindern aus dem Ort nahmen auch die beiden Betreuten der Erziehungsstelle an den Gruppenstunden teil.

In den Gruppenstunden erfahren die Kinder im Alter zwischen 6 und 10 Jahren auf spielerische Art alles rund um die Themen Feuerwehr, Erste Hilfe und Brandschutzerziehung. Passend zum Jahresthema der haug&partner unternehmensgruppe „Werte“ erleben nun schon unsere Kleinsten die Kraft von Kameradschaft und den Zusammenhalt einer Gruppe.

Die h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH freut sich über solch ein Engagement bei ihren Fachkräften, die neben ihrem Alltag, mit den ihnen anvertrauten jungen Menschen, auch noch gesellschaftliche und demografische Themen im Blick haben und durch ihre Ideen gleichzeitig Möglichkeiten der Integration für die Betreuten schaffen.


„Die drei vom Stall“

Am 15.12.2019 konnte ein Teil der jungen Betreuten aus einer Familienwohngruppe der h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH ihr erlerntes Theaterstück zum Besten geben. Nach dreimonatigem Proben traten die jungen Menschen in dem Weihnachtsmusical „Die drei vom Stall“ auf. In diesem Musical wird die Weihnachtsgeschichte aus Sicht der Tiere erzählt. So konnte die Geburt von Jesus aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet werden.

Die Kinder und Jugendlichen verwandelten sich in singende und tanzende Schäfchen oder halfen beim Aufbau der Kulissen.

Der engagierte Einsatz der Familienwohngruppenleiterin und ihrer Mitarbeiterin, die die Betreuten regelmäßig bei den Proben begleiteten und unterstützten, wurde durch diesen großartigen Auftritt der Kinderschar belohnt.

An dieser Stelle wünscht die h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH ein gesegnetes Weihnachtsfest.


Gebührend gefeiert…

Gebührend gefeiert wurde in einer Erziehungsstelle der h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH die Wiedereingliederung eines jungen Betreuten zurück in die Regelschule.

Ein Versprechen konnte in diesem Monat eingelöst werden: Vor einem Jahr wurde einem Schulverweigerer in einer Erziehungsstelle von der Regionalleitung eine Schwarzwälder-Kirschtorte in Aussicht gestellt, sofern eine Rückschulung in eine Regelschule gelingen würde. Nach einem Jahr, in dem der Junge über eine Fernschule in der Erziehungsstelle beschult worden ist, konnte eine Stabilisierung des Jungen erreicht werden und die Wiedereingliederung in eine Regelschule nun umgesetzt werden. Die Übergabe der Schwarzwälder-Kirschtorte, nach Großmutters Rezept, erfolgte an den jungen Menschen ehrenvoll im Rahmen eines Hilfeplangespräches. Mit geröteten Backen und voller Stolz nahm der 12-jährige die Torte entgegen. Er teilte sie mit allen am Hilfeprozess Beteiligten, die zum Hilfeplangespräch angereist waren.

Seine Eltern, die Jugendamtsmitarbeiterin, die neue Klassenlehrerin, der Leiter der Erziehungsstelle und seine Mitarbeiterin, sowie die beiden Trägervertreterinnen der h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH gratulierten ihm zum Etappensieg in einer vielversprechenden Jugendhilfemaßnahme. Herzliche Glückwünsche in die Eifel!

 


Zweite Regionaltagung 2019

„Jedermann erfindet sich früher oder später eine Geschichte, die er dann sein Leben nennt.“

Das Zitat von Max Frisch aus dem Jahr 1964 unterstreicht den reflexiven Ansatz zur Biografiearbeit in der Kinder- und Jugendhilfe. Diesem Thema waren die Regionaltage in der zweiten Jahreshälfte 2019 für die Regionen Rheinland-Pfalz/Nordrhein-Westfalen und Hessen der h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH gewidmet.

Die Ressourcen, die sich im Rahmen von Biografiearbeit bei vollstationärer Unterbringung eröffnen, die verschiedenen Methoden und Verfahrensweisen als strukturiertes

Handwerkszeug in der Biografiearbeit, aber auch die Bedeutung bei Trauma und Belastung, wurden für die teilnehmenden Kooperationspartner*innen aus den Erziehungsstellen und Familienwohngruppen in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen praxisnah verdeutlicht.

Die Regionalleitungen Frau Müller und Frau Groß zusammen mit den beiden Fachberaterinnen Frau Böttger und Frau Brüggenthies der h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH durften sich über eine hohe Aufmerksamkeit der Teilnehmenden freuen, die die Veranstaltung mit vielen eigenen Beiträgen und Ideen zur möglichen Umsetzung in der Praxis bereicherten. Deutlich wurde: Biografiearbeit wird zum Teil schon in den AihG’s praktiziert und soll nun weiter in den Fokus rücken.

Wie bei allen Tagungen der h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH üblich, kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Die Pausen wurden für den Austausch und für die Möglichkeit der Vernetzung unter den einzelnen Angeboten in häuslicher Gemeinschaft genutzt.

Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden, zum Abschluss der Tagungen, zeigten auf, dass das Thema durchaus als Bereicherung für den Arbeitsalltag in den Betreuungsstellen wahrgenommen wurde.

 


Klausurtagung 2019

Am 26.09.2019 trafen sich der Geschäftsführer der h&p Rheinland-Pfalz/Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gemeinnützige GmbH – Herr Jens Scharmann- und die Regionalleiterinnen aus der Region Rheinland-Pfalz und Hessen sowie der Wohngruppenangebote in einem Tagungshaus in Wiesbaden zu ihrer diesjährigen Klausurtagung. Während der Klausurtagung wurde in einer ruhigen, ungestörten Atmosphäre, der Aspekt der Erwartungen der oberen Aufsichtsbehörden bzw. der Landesjugendämter an Pädagog*innen aus Erziehungsstellen, Familienwohngruppen und Wohngruppen sowie auch an die Pädagog*innen der Leitungsebene behandelt. Über diese Thematik fand eine rege Diskussion zu allen Tätigkeitsfeldern der Angebote in häuslicher Gemeinschaft und der Wohngruppenarbeit statt. Auch wurde der Blick auf das Tätigkeitsfeld der Ebene der Regionalleitungen unter diesem Thema geworfen. Durch den gegenseitigen Austausch wurden – unter anderem – neue Ideen angeregt und Methoden in der Zusammenarbeit mit den Betreuungsstellen diskutiert. Mit Hilfe von vielen alltäglichen Beispielen und Beiträgen aus der Arbeit der Fachberatungen der Regionalleitungen ist eine abwechslungsreiche Klausurtagung geführt worden.

 

Herr Scharmann zog am Ende der Klausurtagung ein positives Resümee. Die Klausurtagung 2019 war, aus seiner Sicht, eine arbeitsreiche, aber dennoch auch kurzweilige Veranstaltung mit einem offenen Austausch und angeregten Diskussionen zu unterschiedlichen Themen zwischen den Teilnehmenden.