Polarisierung, schnelle Urteile und Vertrauensfragen prägen viele Debatten – und junge Menschen erleben diese Spannungen oft besonders intensiv. In dem aktuellen Magazin des Senats der Wirtschaft SENATE 3/25 plädiert Senator Rainer Haug dafür, „Haltung“ in der Kinder- und Jugendhilfe nicht nur zu fordern, sondern professionell zu entwickeln und verbindlich zu verankern.
Was gibt Orientierung, wenn gesellschaftliche Gewissheiten wackeln? Der Beitrag „Haltung in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen“ (SENATE 3/25) rückt eine Antwort in den Mittelpunkt: gelebte, reflektierte Haltung – als Stabilitätsanker für junge Menschen, die in Krisenzeiten nach Zugehörigkeit, Halt und Perspektive suchen.
Senator Rainer Haug beschreibt „Haltung“ als mehr als eine Meinung oder ein Statement. Gemeint ist ein relativ stabiles Orientierungsgerüst, das Werte, ethische Prinzipien und Verantwortung zusammenführt – und im Alltag sichtbar wird: im Umgang mit Macht, Ambivalenzen, Beziehungen und Entscheidungen unter Unsicherheit. Gerade in der Kinder- und Jugendhilfe, wo Schutz, Teilhabe und Verantwortung eng zusammenhängen, wird Haltung damit zum Kern professionellen Handelns.
Entscheidend ist dabei: Haltung ist nicht nur Privatsache einzelner Fachkräfte. Der Artikel betont die organisatorische Aufgabe, Haltung zu ermöglichen und vorzuleben – als Führungs- und Kulturthema. Dafür braucht es Räume und Strukturen, in denen Reflexion und Weiterentwicklung systematisch stattfinden können: etwa durch klare Leitlinien, unterstützende Führung sowie Formate wie Supervision, kollegiale Beratung und Weiterbildung.
Spannend ist zudem der Brückenschlag zur Wirtschaftslogik: Wertearbeit wird als produktive Schnittstelle zwischen sozialer Wirkung und wirtschaftlicher Tragfähigkeit verstanden – nicht als Gegensatz, sondern als Verbindung, die Qualität, Legitimität und nachhaltige Finanzierung zusammen denkt.
Der Beitrag ist im aktuellen Magazin des Senats der Wirtschaft auf Seite 58 veröffentlicht und hier online abrufbar: [Link zum Magazin SENATE 3/25]
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