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IHRE SPENDE

Betreutes Wohnen und ambulante, individuelle Maßnahmen der h&p Rheinland-Pfalz/ Hessen gGmbH

Neben den Angeboten in häuslicher Gemeinschaft und den stationären Wohngruppen bietet die h&p Rheinland-Pfalz/ Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH auch die Möglichkeit des Betreuten Wohnens oder ambulante, individuelle Betreuungsmaßnahmen an.

In dem Betreuten Wohnen leben Jugendliche und junge Erwachsene in eigenem Wohnraum und werden an eine selbständige Lebensgestaltung herangeführt. Die Pädagog*innen der h&p Rheinland-Pfalz/ Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH begleiten die jungen Menschen in ihrem Alltag, entsprechend ihren Bedarfen individuell und berücksichtigen in der Betreuung hierbei die Fähigkeiten und Ressourcen des jungen Menschen. Dieses Angebot richtet sich sowohl an junge Menschen, die nach der Betreuung durch eine unserer stationären Wohngruppen in die Verselbständigung geführt werden sollen, als auch an Jugendliche ab 16 Jahren und junge Erwachsene, die aufgrund von persönlichen oder familiären Schwierigkeiten nicht mehr in ihren Familien leben können oder wollen und für eine Aufnahme in einer unserer stationären Wohngruppen oder Angeboten in häuslicher Gemeinschaft nicht in Frage kommen.

Die ambulanten, individuellen Betreuungsmaßnahmen werden für den Einzelfall konzipiert und orientieren sich eng an den Bedarfen des jungen Menschen und/oder dessen Familie. Das Ziel solch einer Betreuungsmaßnahme ist somit individuell und nicht festgeschrieben. Die rechtliche Grundlage für die Maßnahme kann sein:

  • die Erziehungsbeistandschaft (§30 SGB VIII),
  • die intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (§35 SGB VIII),
  • die Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) (§ 31 SGB VIII) g

Das Angebot der ambulanten, individuellen Betreuungsmaßnahem ist immer individuell und ist zwischen den anfragenden Jugendämtern und der h&p Rheinland-Pfalz/ Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH zu entwickeln, konzeptionell auszuarbeiten und festzulegen.

Gerne können Sie auf uns zukommen, um weitere Informationen zu diesen Möglichkeiten der Betreuung von jungen Menschen und deren Familien zu erhalten. Auch stehen wir Ihnen für den Austausch zu möglichen ambulanten, individuellen Konzepten jederzeit zur Verfügung.

 

h&p Rheinland-Pfalz/ Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH


Startschuss für den Arbeitskreis FASD der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH

Das Thema FASD (Fetale Alkoholsyndrom / Fetal Alcohol Spectrum Disorder) erhält bei den bereits erfolgten Belegungen von Kindern und Jugendlichen in unseren Betreuungsangeboten, aber auch bei den aktuellen Anfragen für die Aufnahme von jungen Menschen innerhalb der h&p Rheinland-Pfalz/ Hessen gGmbH, zunehmend Aufmerksamkeit. FASD bedeutet, dass ein junger Mensch, während der Schwangerschaft eine Schädigung erlitten hat, da die Mutter im Verlauf der Schwangerschaft Alkohol konsumiert hatte. Durch den Konsum von Alkohol der werdenden Mutter gelangt der Alkohol in den Blutkreislauf der schwangeren Frau und somit auch in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes. Das ungeborene Kind kann dadurch in seiner Entwicklung behindert werden. Typische Merkmale einer Schädigung durch Alkohol können sein:

  • geringes Geburtsgewicht
  • körperliche Missbildungen wie Nierenschäden und Herzfehler
  • sichtbare Auffälligkeiten wie Verformungen im Gesichtsbereich
  • Verhaltensstörungen wie geringer Saugreflex, Ruhelosigkeit und erhöhte Reizbarkeit
  • Defizite in der geistigen Entwicklung wie Konzentrationsschwäche, Lernschwierigkeiten und verminderte Intelligenz

Bei den Schädigungen, die die Kinder durch den Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft erhalten können, handelt es sich um die Schäden, die meist ein Leben lang bleiben. Eine Chance auf Heilung ist so gut wie nicht gegeben. Menschen, die an FASD leiden, haben oft große Schwierigkeiten in Schule und Beruf sowie im gesamten Alltag und sind meist ihr Leben lang auf eine Hilfe angewiesen.

Die h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH kann auf einige Fachkräfte in den einzelnen Betreuungssettings zurückgreifen, die schon viele Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern, die eine FASD-Diagnose haben, sammeln konnten. Durch die Gründung eines Arbeitskreises zu diesem Thema soll den Pädagoge*innen aus den unterschiedlichen Angeboten der h&p Rheinland-Pfalz / Hessen Kinder-, Jugend- und Familienhilfe gGmbH ein Angebot zur Verfügung zu gestellt, in dem die bereits vorhandenen Erfahrungswerte und Ressourcen umfassend genutzt werden können, um der Thematik professionell zu begegnen und Handlungssicherheit zu gewähren.

Am 12.08.2022 fand die Auftaktveranstaltung des Arbeitskreises statt. Es entwickelte sich ein reger Austausch unter den Pädagog*innen und Fernziele, die durch den Arbeitskreis erarbeitet werden sollen, wurden definiert. Ziel soll u.a. sein, passgenaue Hilfen und pädagogische Handlungsstrategien für Kinder mit FASD zu entwickeln. Wichtig ist dabei, den guten Grund des Verhaltens zu erkennen. Die lebenslange Einschränkung der jungen Menschen bedarf einer professionellen Grundhaltung und der Sicherheit in der Anwendung verschiedener Methoden, um im Alltag mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen aber auch im Umgang mit deren Herkunftssystemen die entsprechende Förderung und Entlastung bereitstellen zu können.

Die h&p Rheinland-Pfalz/Hessen freut sich darauf, die Erfahrungsschätze zu bündeln und daraus einen bunten Methodenkoffer entstehen zu lassen, mit Hilfe dessen den entsprechenden Anfragen inhaltlich begegnet werden kann.


Die Klausur in den Wohngruppen als Qualitätssicherungsmodul

Die Teams der beiden Wohngruppen Dreisbach und Friebertshausen blicken zurück auf zwei interessante Klausurtage. Neben dem Rückblick auf 2021 und dem Ausblick auf 2022 wurde als wichtigstes Thema der Kinderschutz in den Fokus gestellt.

Mit Blick auf die Kindheit im Wandel bis hin zur Entstehung des Paragrafen 8a wurden die rechtlichen Aspekte durch die Vorgaben des KJSG und § 8 SGB VIII beleuchtet. Damit war auch der Grundstein gelegt zum Jahresthema der haug&partner unternehmensgruppe, „Partizipation mit Wirkung“. Die Wichtigkeit der Kindeswohlsicherung für Kinder und Jugendliche in stationären Hilfen zur Erziehung, wurde anhand von Praxisbeispielen verdeutlicht. Es galt hierbei die Sensibilität der pädagogischen Fachkräfte zu vertiefen, um bei Gefährdungssituationen einen sicheren Umgang mit rechtlichen Vorgehensweisen bei gewichtigen Anhaltspunkten zu trainieren.

Frau Müller, Leitung AihG/ Wohngruppen/ BeWo, knüpfte mit dem Rückblick ins Jahr 2021 und dem Ausblick in 2022 daran an. Gemeinsam mit den Teams wurden Verfahrensweisen, die zur Verbesserung der Arbeitsorganisation beitragen sollten, reflektiert und Abläufe überprüft und falls erforderlich angepasst. Die Wichtigkeit der Bezugsbetreuung und die Voraussetzungen zur Übernahme von Eigenverantwortung innerhalb des Teams in der Ausgestaltung der Hilfe bekam hierbei einen besonderen Stellenwert und wurde auch inhaltlich in Bezug auf die Umsetzung von Hilfeplanzielen beleuchtet und definiert.

Die Rückmeldungen aus den Teams zum Abschluss dieser Veranstaltung, die von Trägerseite aus als Auftaktveranstaltung in einem dauerhaften Arbeits- und Teamfindungsprozess verstanden wird, bekräftigt das Vorhaben, diese Arbeitsplattform als regelmäßig organisiertes Qualitätssicherungsmodul beizubehalten.